Wie der für den Ausbau der Schienenwege der Deutschen Bahn regional zuständige Sprecher, Giesbert Gahler, seinerzeit auf MOZ-Anfrage bestätigte, sind seitens der Bahn die Gleise bis Strausberg-Vorstadt auch für einen Zehn-Minuten-Takt ausreichend verlegt.
Michael Jungclaus verwies in seiner Anfrage auf die laut Agentur für Arbeit von 2013 bis 2017 um 21 Prozent gestiegenen Pendlerzahlen nach Hoppegarten. In der Gegenrichtung stiegen sie um fünf Prozent. Deshalb dringt er auf schnelle Kapazitätserweiterungen zwischen Berlin und Hoppegarten. Die Landesregierung schreibt dazu: „Kurzfristig wird seitens der Länder Brandenburg und Berlin der möglichst rasche Wiedereinsatz der Verstärkerfahrten der S 5 zwischen Berlin Warschauer-Straße und Berlin-Mahlsdorf angestrebt.“ Diese in den Hauptverkehrszeiten vorgesehenen zusätzlichen Züge hätten eine erhebliche Entlastungswirkung für die zwischen Strausberg-Nord bzw. Strausberg und Westkreuz verkehrenden Züge der sogenannten Stammzuggruppe. „Aus Gründen unzureichender Fahrzeug- und Personalverfügbarkeit bei der S-Bahn Berlin GmbH verkehren diese Verstärkerzüge derzeit nicht.“
Zur Einführung des Zehn-Minuten-Takts hakte Jungclaus nach: „Wann ist mit dem Abschluss der Untersuchungen zu rechnen und in welchem Zeitrahmen sollen die Maßnahmen anschließend umgesetzt werden? Und welche Alternativen jenseits einer durchgehenden Zweigleisigkeit auf der S-Bahnlinie 5 gibt es zum Erzielen des Zehn-Minuten-Takts nach Fredersdorf-Vogelsdorf, und wie bewertet die Landesregierung diese im Einzelnen?“ Die nähere Untersuchung und schließlich Bewertung dieser unterschiedlichen Möglichkeiten, wie durchgehende Zweigleisigkeit oder die Schaffung zusätzlicher Begegnungsbahnhöfe bzw. -abschnitte, seien Inhalt des Projektes i2030, heißt es in der Antwort. Inhaltliche Bewertungen und Angaben zum Zeitrahmen können in der jetzigen Projektphase noch nicht getroffen werden.