Das Sponsorentreffen bot Gelegenheit, auch Danke zu sagen und Vereinsmitglieder auszuzeichnen.
Der Volleyball Club hat derzeit 119 Mitglieder, zählt also mehr zu den kleinen Vereinen von Märkisch-Oderland. Und den Volleyballern geht es auch gar nicht vornehmlich darum, um jeden Preis zu wachsen und schnellstmöglich die Mitgliederzahlen in die Höhe schnellen zu lassen. Was den Verein auszeichnet, ist da schon mehr die Tatsache, dass 52 Mitglieder unter 18 und 73 unter 27 Jahren alt sind. Die Zielgruppe ist also klar. Und man kann auch durchaus bestätigen, dass der Verein nicht nur die eigene Entwicklung im Auge hat, sondern den Volleyballsport der Region attraktiv halten möchte. "Es geht um den Nachwuchssport", sagt Erwin Wetzel, Volleyballtrainer im Verein, in seinem Rechenschaftsbericht der vergangenen zwölf Monate. "Auch wenn wir das Vorhaben unseres Präsidenten Michael Trude, 80 bis 100 Jugendliche an unseren Verein zu binden, nicht ganz erfüllt haben, der VCS hat heute einen Altersdurchschnitt von 25,7 Jahren. Aber wir bleiben da im wahrsten Sinne des Wortes am Ball."
Sportlich ist der VCS mit Teams im weiblichen und männlichen Bereich des BVV (Brandenburgischer Volleyball Verband) vertreten. Sportliches Aushängeschild ist die erste Frauenmannschaft, die nun schon seit 15 Jahren in der Landesliga spielt. Im Jahre 2015 feierte man die 20-jährige Zugehörigkeit im zentralen Spielbetrieb des BVV als Team Reichenberger SV/VC Strausberg.
Trainer ist heute Nils Feuerstack, der den Staffelstab von Erwin Wetzel übernommen hatte. "Ich habe eine Menge von Erwin gelernt", sagt der Inhaber einer C-Lizenz Volleyball. "Im Moment kann ich auch nicht klagen, denn mit einem Kader von 18 Spielerinnen habe ich als Trainer fast schon ein Luxusproblem. Wir sind derzeit Dritter und wer weiß, wie die Entwicklung weitergeht. Im Moment läuft es prima."
Ein Beispiel, wie auch ehemalige Mitglieder dem Verein verbunden sind, ist Ines Glodek. Sie ist heute junge Mutter und hat daher den Sport aufgegeben. Sie spielte lange Zeit in der ersten Frauen-Mannschaft, die derzeit in der Landesliga Nord auf dem dritten Tabellenplatz steht. Erwin Wetzel, der sie lange als Trainer in seinem Team hatte, sagt: "Sie ist eigentlich gar nicht die typische Volleyballspielerin. Doch sie hat sich mit eisernem Willen durchgesetzt."
Und was sagt die 24-Jährige selbst: "Ich denke schon, dass man Volleyball erlernen kann - wenn man will. Die Regeln sind leicht zu verstehen und obwohl man individuelle Stärke haben muss, unter dem Strich zählt auch das Team. Nicht nur die Sechs, die auf dem Feld stehen, alle gehören dazu."
Auch in der Zukunft steht der VCS für die Gewinnung von Kindern und Jugendlichen für den Sport. So bestehen Kooperationsverträge mit Strausberger Schulen wie dem Oberstufenzentrum Strausberg, Hegermühlen-Grundschule, Anne-Frank-Oberschule und der Grundschule Am Wäldchen. Geplant ist das Begleiten einer Projektwoche in der Grundschule von Eggersdorf.
Erwin Wetzel betonte in seinem Bericht, dass weiterhin die Volleyball-AG an den Schulen betreut werden. "Auch in der Zukunft werden wir unsere nun schon traditionellen Turniere ausrichten". Weitere sollen dazukommen. "Für die zukünftige Entwicklung des Sparkassen-Cups ist in diesem Jahr erstmalig angedacht, den Cup des Strausberger Bürgermeisters für Grundschulen, Pokal der Kreisverwaltung für Oberschulen und den Pokal der Sparkasse MOL für gymnasiale Einrichtungen zu organisieren".
Zum Abschluss des Abends gab es Ehrungen für Vereinsmitglieder sowie Förderer und auch für die, die sonst eher nicht im Rampenlicht stehen. Wetzel ließ es sich nicht nehmen, den Sponsoren in besonderer Weise zu danken.