"Es geht leider nicht anders", sagt Thomas Frenzel mit leichtem Bedauern in der Stimme. Der Vorsitzende des Gewerbevereins Altstadt, der den Kinosommer einmal mehr veranstaltet, denkt kurz nach: "Die Spendenfreudigkeit war nicht ganz so groß, wie erhofft", sagt er dann diplomatisch. Mit anderen Worten: Ohne Eintritt wären die Vorführungen nicht gesichert. Und da reichten die je drei Euro für Erwachsene eben nicht mehr.
Schließlich müssten für alle sechs Vorführungen mit Technik, Transport usw. insgesamt rund 10 000 Euro gezahlt werden, rechnet Frenzel vor. Hinzu kämen je nach Film zwischen 250 und 400 Euro für die Verleihrechte. Ohne die Sponsoren wäre das alles ohnehin nicht möglich. Der Vereinsvorsitzende verweist da auf die Stadt Strausberg und die Stadtwerke, die mehr als die Hälfte des Sponsorenaufkommens trügen. Aber auch die Sparkasse Märkisch-Oderland sowie die Buchhandlung Micklich und die Ergo-Versicherung Mirko Schweitzer leisteten gewichtige Beiträge. Nicht zu vergessen die kleinen Spenden, auf die Thomas Frenzel auch diesmal wieder hofft.
Wie im Vorjahr können die Veranstalter statt der herkömmlichen Technik mit Projektor und Leinwand wieder eine LED-Wand einsetzen. Dadurch muss nicht bis zum Einbruch der Dunkelheit gewartet werden, was auch wieder eine Kinderveranstaltung möglich macht. Die soll um 17 Uhr beginnen, drei Stunden später beginnt auf dem Markt der Kinoabend für Erwachsene. Ganz bewusst wurden die Kinovorführungen auf einen Freitag gelegt. Frenzel und seine Mitstreiter hoffen, dass dann möglichst viele Gewerbetreibende ihre Läden länger offen halten. Immerhin kommen erfahrungsgemäß stets mehrere hundert Zuschauer auf den Markt. "Alles potenzielle Kunden", wie Frenzel wirbt. Einmal mehr wird zu den Vorstellungen der Rotary Club Würstchen für einen sozialen Zweck verkaufen.
Eine Regenvariante wird übrigens nicht vorbereitet. "Auf der LED-Wand kann der Film auch bei Regen gezeigt werden", weiß Thomas Frenzel.
Inzwischen ist es schon gute Tradition, dass die Zuschauer bei der Filmauswahl mitreden können. Frenzel geht davon aus, dass man ab dem Wochenende im Internet unter www.strausberger-kinosommer.de bis eine Woche vor der jeweiligen Aufführung für den Film seiner Wahl stimmen kann. Der jeweilige Sieger wird dann gezeigt. Was noch fehlt, sind die drei Abendangebote für den 26. August. Frenzel hofft da auf Musikfilme und wird andernfalls Alternativen vorschlagen.
Infos auf www.strausberger-kinosommer.de