Er kommt von Altlandsberg und führt durch Rehfelde Richtung Waldsieversdorf - der Europawanderweg E 11. Auch der Zubringer zum Europaradweg ZR 1 bringt Besucher in den Ort und leitet sie auf dem R 1 weiter östlich bis ins Oderbruch und darüber hinaus. Der Jakobsweg dockt an Rehfelde an.
Wer sich als Grünes Tor zur Märkischen Schweiz versteht, hat aber auch selbst allerhand aufzuweisen, was Gäste am Bahnhof Rehfelde oder Herrensee aussteigen lässt, ganze Gruppen in den Ort zwischen Feldern führt, zu Spaziergängen verleitet und die IG Heimatfreunde zu einer Präsentation der touristischen Aktivitäten seit zehn Jahren verleitet hat.
Da geht es über den Lilien-Rundwanderweg auf den Spuren der Zisterzienser durch alle Ortsteile. Da führt eine Route durch die Wiesen-Auen-Landschaft des Roten Luchs. Da verführen Liedsteine am Wegesrand zum gemeinsamen Singen auf dem Liederweg zwischen Rehfelde, Zinndorf und Werder.
All das wurde Schritt für Schritt, Jahr um Jahr ein Stück weiterentwickelt - von den ersten Überlegungen 2002, eine touristische Infrastruktur im Territorium zu schaffen, über ein touristisches Leitbild 2003, die erste von der Gemeindevertretung beschlossene Tourismus-Konzeption 2004 samt der 2007 überarbeiteten Variante.
Der Interessierte kann das anhand zahlreicher Zeugnisse, Dokumente, abgefallener und aufgehobener Wegmarkierungen, des ersten Plakates und der ersten, noch in schwarz-weiß gehaltenen Flyer in Form von Flugblättern, des ersten Wanderkalenders, der ersten Nachwende-Ansichtskarten und jeweils folgenden Auflagen in der kleinen Sonderausstellung verfolgen.
Er kann Wanderkarten studieren und sich Anregungen für Unternehmungen holen. Er kann die Sammlung hier entwickelter touristischer Faltblätter durchstöbern oder die Wandervögel auf ihren Touren in Fotomappen begleiten. Die kleine Ausstellungsstube ist zur Hälfte mit diesen Sachzeugen bestückt.
Neugierig, einfallsreich, akribisch und zäh haben Bürger der Gemeinde, vom Einzelkämpfer Martin Tesky in den Anfangstagen über die IG Heimatfreunde bis zu Viktor Porodjuk und dem ständigen Arbeitskreis Rehfelder Tourismus (ART), darauf hingearbeitet, was heute ein vielfältiges touristisches Angebot für den Ort ausmacht.
Auf dem Weg dahin wurde das alle Ortsteile einende touristische Markenzeichen, die Lilie der Zisterzienser, entwickelt. Sie regte nicht nur zu kostümierten geführten Wanderungen an, sondern inspirierte zum Lilienfest am Jakobsweg, zu Lilienlauf oder den in Form dieses Symbols gebackenen Brötchen bzw. in Buchsbaum gepflanzten Hinguckern.
Naturlehrpfad und die Traditionswanderung Rund um den Herrensee, Teddymuseum und Zwergengarten, Kneipp-Wanderung und heimatgeschichtliche Spaziergänge entlang der Ostbahn oder an der Bahnhofstraße säumten und säumen die zurückliegende Dekade - eine staunenswerte Breite ist dank touristisch ambitionierter Akteure erreicht worden, an die vor einem Jahrzehnt kaum zu denken war.
Ein Dankeschön besonderer Art für die touristischen Bestrebungen steht mitten in der kleinen Schau: ein gerahmtes Farbfoto von Karl-Heinz Conrad. Der Rehfelder hat darauf herrlich blaue Leberblümchen in der Rehfelder Heide festgehalten und dieses Bild zur Ausstellungseröffnung Martin Tesky überreicht. Jene Entdeckung resultierte aus den Frühlingswanderungen der Heimatfreunde.