Es ist gerade eine Woche her, dass die Mitglieder des Vereins „Buckower Kleinbahn – Eisenbahnverein Märkische Schweiz“ den ersten Buntmetall-Klau durch Unbekannte verkraften mussten. „Wir hatten gerade die Reparatur organisiert und wollten nächste Woche bauen“, sagte Vereinsvorsitzende Uwe Klötzer, „und nun das! Die Diebe müssen mit Lieferwagen über den Radweg gekommen sein und mit mehreren Leuten gearbeitet haben.“
Aus Waldsieversdorf sei er angerufen worden, schilderte Amtsdirektor Rolf-Dietrich Dammann, zugleich Vorsitzender des Fördervereins Bu­ckower Kleinbahn, den vermutlich schwärzesten Tag in der Geschichte beider Vereine. Ein Mast würde auf den Schienen liegen, erfuhr er bei dem Telefonat und dachte zunächst, dass es sich um die Reparaturarbeiten handeln könne. Doch der sofort telefonisch verständigte Andreas Hauschild, für alle technischen Belange im Eisenbahnverein zuständig, konnte keine Entwarnung geben.
Im Gegenteil. Als der Buckower an die unbewohnte Strecke zwischen Waldsieversdorf und Müncheberg kam, war der Anblick wie ein Schlag in die Magengrube. „Auf 1,1 Kilometern fehlte die komplette Fahrleitung, ein Mast ist komplett abgebrochen, weitere sind verbogen. Diesen Schaden zu beheben, kostet einfach zu viel Geld.“
Auf gut 40 000 Euro beläuft sich eine erste Schadenssumme, die die Polizei in Strausberg aufgenommen hat. Sie könnte sich leicht bis ins Sechsstellige erhöhen, wenn die nötigen Aufbauleistungen, der Ersatz der denkmalgeschützten Anlage dazugerechnet würden, vermutet Vereinsvorsitzender Klötzer. „Wir können nur hoffen, dass uns Bürger und Firmen mit Spenden unterstützen“, sieht es auch Dammann realistisch.
Vor allem aber befürchten die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder, dass es nicht bei diesen Diebstählen bleiben könnte. „Zwei Leute hielten die Augen offen und haben uns informiert“, so Andreas Hauschild, „wir bitten alle, das auch weiterhin zu tun. Kommt noch mehr weg, ist die Kleinbahn Geschichte …“
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Spenden an den Verein: K-Nr. 3000353240, BLZ 17054040, Sparkasse MOL, Kennwort „Fahrleitung“