In diesem Winter bietet das Klimaschutzmanagement der Gemeinde den Bürgern von Rehfelde und anliegenden Ortsteilen einen Thermografie-Rundgang rund ums eigene Heim an. „Dabei lassen sich Schwachstellen sehr schnell erkennen“, sagt Rehfeldes Klimaschutzmanager René Tettenborn. Fotos, die er im vergangenen Jahr mit der Wärmebildkamera an kommunalen Gebäuden wie der Grundschule, der Turnhalle oder der Kita gemacht hat, belegen das optisch.
Die auf das Haus gerichtete Wärmebildkamera ermittelt bei dem Verfahren die Oberflächentemperatur des jeweiligen Baukörpers an verschiedenen Stellen und macht diese über ein bestimmtes Farbspektrum sichtbar. Die am unteren Bildrand eingeblendete Skala bildet dabei von der am tiefsten bis zu der am höchsten gemessenen Temperatur die gesamte Spanne ab.
Von dunklem Lila über Rottöne bis zu hellem Gelb reichend, können so die Stellen ausfindig gemacht werden, die die meiste Wärme an die Umgebung abgeben. Dort kann dann mit Verbesserungen angesetzt werden. Extra mit einem Pfeil innerhalb eines quadratischen Rahmens markiert sind überdies die Wärmebrücken, für die im Kamera-Foto oben die Temperatur angezeigt ist.
Manchmal könne schon mit kleinen Eingriffen Energie und damit auch bares Geld eingespart werden, ist Tettenborns Credo. Bei manchem Gebäude reiche es schon, die Qualität der Fensterdichtungen zu verbessern. Und er weist darauf hin: „Wir stehen nicht in Konkurrenz zu den Energieberatern in der Region. Wir wollen vielmehr auf das Thema aufmerksam machen und einen ersten Einblick auf den Zustand der eigenen vier Wände ermöglichen.“
Es gehe demnach um eine kostenfreie Erstbesichtigung, um sich ein grundsätzliches Bild zu verschaffen. Eine professionelle Untersuchung ersetze dieses Angebot keineswegs. „Regionale Experten können hier tiefer ins Detail gehen und beispielsweise fundierte Aussagen zu Sanierungsoptionen liefern“, betont er. Beraten kann Tettenborn indes in Sachen erneuerbare Energie.
Da die Teilnehmerzahl begrenzt sei und Termine für einen Thermografie-Rundgang nach Eingang der Meldung vergeben werden, orientiert Tettenborn darauf, keine lange Zeit verstreichen zu lassen. Erfolgen solche Messungen doch am Abend und unter Berücksichtigung der Witterung (kein Regen!).