Der Wald wird umgebaut. Das bedeutet, dass die unerwünschte Traubenkirsche samt Wurzel ausgerissen wird, alle 20 bis 30 Meter Pflegegassen entstehen, die in den kommenden Jahrzehnten immer wieder genutzt werden, und Bäume entnommen werden, die anderen die Luft nehmen oder kaputt sind. Derzeit ist Andreas Langer von einer Langewahler Spezialfirma dabei, mit seiner „Bärbel“, einem Harvester-Ponnssebär, die von Monique Müller angezeichneten Bäume zu ernten. In Sekundenschnelle schnappt sich der Harvester mit mehreren variablen Messern den Baumstamm und hält ihn fest. Ganz unten wird mit einer hydraulisch angetriebenen Säge der Stamm durchsägt. Maximal darf er einen Durchmesser von 73 Zentimetern haben. Ist der Baum abgesägt, schieben Walzen den Stamm gegen die Messer, die auf diese Weise die Äste vom Baum entfernen. „Und dann wird je nach Baumwuchs und Holzart festgelegt, wie der Stamm zerteilt und wofür nachgenutzt wird“, erzählt Langer. Fünf bis drei Meter sind die Langholzabschnitte, die in die Sägewerke gehen. Was weder für Möbel noch andere Dinge geeignet ist, kann immer noch als Industrieholz, etwa für Paletten oder OSB-Platten, dienen. So gelangen die Neuenhagener Bäume nach Torgau, wo aus Kiefern Palettenholz wird, entstehen in Templin Parkett und Möbel und wird Robinie, freut sich Langer, auf Spielplätzen verbaut.
Wofür die doppelten weißen Striche an den Bäumen sind und was rot bedeutet, erfahren die, die sich am 8. Februar, 9.30 Uhr, am ehemaligen Haustierhof Kuhmuckel auf dem alten Gut einfinden. Dann wird ihnen und Kindern aus der Kita Apfelbäumchen gezeigt, wie schwer die Arbeit mit Rückepferden ist, und gibt es Erläuterungen, wo auf rund acht Hektar die 40 000 neuen Eichen, Buchen und Hainbuchen gepflanzt und umzäunt werden.(mei)