Die Klassensprecher waren gut vorbereitet und kamen gleich zur Sache. Auf manche ihrer Fragen hatten Landrat Gernot Schmidt, Bürgermeister André Schaller, Schulverwaltungsamts-Leiter Karl-Heinz Gebhard und Schulleiterin Gabriele Schölzel sofort Antworten, andere nahmen sie auf und versprachen, sich darum zu kümmern.
Da ging es um weitere Bänke auf dem Schulhof, um wackelnde Treppengeländer, um Beleuchtung oder Beschattung der oberen Etagen, um Fenster, die nicht auf- oder zugingen, und anderes mehr. Gebhard verwies auf den Haushalt, den jede Schule hätte, und woraus dringende Aufgaben und Anschaffungen abgeleitet werden müssten. In den kommenden Wochen sei es wieder soweit, dass alles aufgelistet werden würde, sagte er.
Die Schulleiterin erklärte, die Informationen weiterzureichen, dann würde sich der Hausmeister darum kümmern. Aber es wurde auch nach dem Abitur nach zwölf Schuljahren gefragt, wozu weder der Landrat noch der Schulamtsleiter etwas sagen konnten, und Fragen nach der Verkürzung der Ferien oder der "abgesagten Klassenfahrten" blieben erst einmal im Raum stehen. Schmidt verglich die Fahrten mit Dienstreisen, für die im öffentlichen Dienst selbstverständlich Dienstreiseaufträge ausgefüllt und dann Kosten erstattet würden. Das müsste bei Lehrern eigentlich genauso laufen.
Das Energiesparen ging manch einem in der Runde etwas zu weit. Anstelle immer weitere Whiteboards anzuschaffen, sollte man lieber Geld für Toilettenpapier und warmes Wasser ausgeben. Seit der Sanierung gebe es kein warmes Wasser mehr zum Händewaschen. "Aus energetischen Gründen wurden die Heißwasserboiler abgeschafft", sagte Gebhard. Eine Schülerin hielt dagegen, dass Leute, die sich nach dem Toilettenbesuch die Hände wegen des kalten Wassers gar nicht waschen, unzählige Keime übers ganze Haus verteilen würden.
Gedanken machen sich die Schüler um den Ersatz der herkömmlichen Schultafeln mit Whiteboards. "Die sind eine super Sache." "... wenn sie nicht kaputtgehen." Und "die Lehrer müssten damit umgehen können", hieß es. Manche Schüler hatten offensichtlich Mitleid mit ihren Lehrern, die sich mit der etwas anderen Art der Unterrichtsgestaltung mit Hilfe von solchen elektronischen Medien bisher noch nicht anfreunden konnten. "Die technische Ausstattung ist wichtig", sagte der Landrat. Genau darauf würden Eltern bei der Schulwahl schauen und die Konkurrenz sei groß.
André Schaller informierte die Schüler, dass in den großen Ferien der Sportplatz instand gesetzt und eine neue Tartanbahn gebaut würde.
Bei der Fortschreibung des Lärmaktionsplanes der Gemeinde bat er die Gymnasiasten um Hilfe. "Könnte man da nicht Schülerprojekte draus machen?", fragte er. Das, fand Gabriele Schölzel, sei eine gute Idee, denn manchen tags könnten die Fenster auf der Autobahnseite wegen des Lärms gar nicht geöffnet werden.
Klassensprecher nahmen beim Bildungspolitischen Runden Tisch kein Blatt vor den Mund