Bereiche links und rechts der Straße An der Mühle, um die es sich dabei handelt, sind ein sehr vorteilhaft gelegenes Gebiet. Nach diesem dürften sich so manche ansiedlungswillige Firmen und Investoren die Finger lecken, was wiederum einträglich für das Stadtsäckel sein soll und überdies auf lange Sicht auch Arbeitsplätze in unmittelbare Nähe zur Stadt bringt. Doch gerade deshalb sollen alle Entscheidungen in der Sache gut abgewogen sein.
Vorbereitend darauf sind daher in der Vergangenheit bereits wesentliche Beschlüsse gefasst und Voraussetzungen geschaffen worden. So verständigten sich die Stadtverordneten schon im Januar 2018 über besondere Vorkaufsrechte und beschlossen dazu die 1. Änderungssatzung.
Diese wiederum ist Voraussetzung dafür, bestimmte notwendige Flächen als Stadt überhaupt als Eigentum erwerben zu können. Bei all dem handelt es sich allerdings um länger andauernde Prozesse, die keinesfalls in Wochen oder Monaten abgewickelt werden können. Das zeigt ein weiteres Dokument, zu dem die Stadtverordneten das Planungsbüro Bolck ebenfalls im Vorfeld beauftragt hatten.
Bolck sollte das zu betrachtende Gebiet zwischen Mehrower Weg im Norden, Gemarkungsgrenze im Westen, Hönower Chaussee im Süden und dem Wohngebiet Altlandsberg-West im Osten unter dem Aspekt Gewerbeentwicklung untersuchen. Vom Büro wurde daraufhin eine "Funktionelle und räumliche Strategie zur Gewerbeflächenentwicklung an der A 10" erarbeitet, aus der Vorschläge zu einer sinnvollen Gliederung des Gebietes, zu erwünschten und möglichen Branchen bzw. Unternehmensausrichtungen hervorgehen.
Im Fachausschuss ausgiebig diskutiert, soll dieses Material eine Arbeitsgrundlage für das weitere Vorgehen darstellen. Der jetzt von den Stadtverordneten gefasste Beschluss, eine Änderung des Flächennutzungsplanes von Altlandsberg in jenem Bereich einzuleiten, ist eine Konsequenz aus dem Strategiepapier.
Grünflächen mit verankern
Sind diese Bereiche bisher doch im Wesentlichen Landwirtschaftsflächen und sollen in gewerbliche Bauflächen geändert werden. Dabei, so heißt es im Erläuterungsteil der Beschlussvorlage, könnten grundlegende Gliederungselemente wie Grünflächen oder Flächen für Kompensationsmaßnahmen mit verankert werden.

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