Ein ständiges Mehr! Größer! Schöner! Besser! gibt es beim Strausberger Lions-Adventskalender nicht, gerade in diesem Jahr, das von der Corona-Pandemie geprägt ist. „Wir haben die Auflage von 5000 auf 3500 heruntergeschraubt, ich glaube, das entspricht der Gesamtsituation“, sagt der Präsident des Clubs, Hardy Gudzinski, und betont: „Wir haben aber wieder ganz hervorragende und viele Sponsoren.“ Denn ohne die großzügige Unterstützung vieler Geschäftsleute könnte der Platz hinter den Türchen nicht mit Gewinnzahlen gefüllt werden, hinter denen wiederum attraktive Preise stecken.

194 Einzelgewinne

Hardy Gudzinski verhehlt nicht, dass der Lions Club sich intern zunächst verständigen musste, ob er auch in diesem Jahr die Adventskalenderaktion starten sollte. „Die Corona-Pandemie überschattet das ganze gesellschaftliche Leben, und da gab es durchaus die Frage, ob es nicht Wichtigeres gäbe?“ Doch am Ende der Diskussion hieß es: „Der Kalender gehört in die Welt!“
Recht geben den Lions die vielen Geschäftsleute, die die Preise zuverlässig stifteten: 194 Einzelgewinne in Form von Bargeld, Gutscheinen oder Sachgewinnen verbergen sich hinter den 24 Türchen. Gesamt wert: 15.050 Euro! Das kann sich sehen lassen, meint nicht nur Hardy Gudzinski.
Das Verfahren ist jedes Jahr dasselbe: Jeder Kalender zum Preis von fünf Euro trägt auf der Vorderseite rechts oben eine aufgedruckte Nummer. Mit dieser nimmt der Käufer an der Verlosung der Preise teil. Diese Verlosung findet unter öffentlicher Aufsicht statt. Dabei wird jedem der 194 Preise eine eindeutige Kalendernummer zugeordnet.

Erlös kommt Schulprojekt zugute

Wie in den Vorjahren fließt der Erlös der Kalenderaktion in den großen Lions-Pott, aus dem Schulprojekte gefördert werden. Und hier liegt die Chance rühriger Lehrer und Klassensprecher. Lionsmitglied Dieter Eisermann hat in den vergangenen Wochen 70 Briefe an die Schulen der Region geschrieben und um Einreichung von Projekten für die Förderung durch den Club gebeten. Grund- und Oberschulen des Landkreises können naturwissenschaftliche oder auch musikalische oder künstlerische Projekte einreichen, für die sie sich eine finanzielle Unterstützung wünschen. „In der Regel haben wir um die 20 Rückläufe“, sagt Hardy Gudzinski, „die werden dann vom Auswerteteam sorgfältig eingeschätzt.“ Dazu gehören die Clubmitglieder Angela Krug, Karsten Schulte, Regina Süßmuth und Wilfried Lorenz. Meist werden die eingereichten Projekte recht großzügig bedacht.
Hardy Gudzinski weiß aus Erfahrung, dass die Schüler bei der Arbeit an den Projekten oft auch höher motiviert sind, weil sie es zum Abschluss beim Lions Club präsentieren dürfen. Seit Montag wird der Adventskalender des Strausberger Lions Clubs verkauft. Die Gewinn-Nummern werden auf der Homepage des Clubs und in der Strausberger Lokalausgabe der Märkischen Oderzeitung veröffentlicht. Die Gewinne kann man sich an der Rezeption des Krankenhauses Märkisch-Oderland abholen – selbstverständlich unter Beachtung aller Hygienemaßnahmen, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Der Kalender ist unter anderem in den Sparkassenfilialen, in der Buchhandlung Micklich und bei Brillen-Krug erhältlich.