29 Wohnungen entstehen in der Lindenpromenade in jenem fünften Block der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft, der sich an die vier Bestehenden anschließt. Ohne dass die SWG dafür je geworben hätte, sind 27 Wohnungen bereits vermietet, nur zwei sind noch zu haben. Im August soll der Block bezugsfertig sein. SWG-Geschäftsführer Mathias Wegner-Repke sieht die Arbeiten im Soll: "Es deutet alles darauf hin, dass wir unsere Termine halten." Mit der dezentralen Wärmeversorgung über ein Blockheizkraftwerk würde jährlich der Ausstoß von 130 Tonnen Kohlendioxid eingespart.
Das nächste Projekt steht kurz vor dem Startschuss: zwei Würfelhäuser an der Hohensteiner Chaussee/Ecke Otto-Grotewohl-Ring können im April angefangen werden. "Der Bauantrag ist eingereicht, wir schreiben jetzt die Arbeiten aus", sagt der Chef. Die beiden Häuser werden nicht unterkellert sein. In einem Erdgeschoss wird eine Arztpraxis Platz finden, in einem anderen eine rollstuhlgerechte Wohnung. Darüber sind in vier Obergeschossen je 18 barrierearme Zwei-, Drei- und Vier-Raum-Wohnungen angeordnet. Zu ihnen führen Aufzüge. "Es werden moderne, offene Grundrisse sein, die sicher ihre Mieter finden werden", ist sich Mathias Wegner-Repke sicher. Er hofft, im Zuge der Ausschreibungen auch möglichst potente Firmen der Region zu finden, die das Vorhaben in hoher Qualität und fristgerecht realisieren können. Denn im Herbst 2019 sollten die Wohnungen bezugsfertig sein und die neuen Gebäude mit dem gegenüberliegenden Sowi mit dem Café im Sockel gewissermaßen das östliche Eingangstor in die Stadt bilden.
Den Neubau von 29 und 37 Wohnungen in diesen zwei Jahren sieht der SWG-Geschäftsführer aber nur als einen Mosaikstein in den Investitionen: "Bei einem Bestand von mehr als 5000 Wohnungen relativiert sich die Zahl ganz schnell", stapelt er tief. Wichtig seien ihm Investitionen in den Bestand. Da habe im vergangenen Jahr schon eine Welle begonnen, die er nach der ersten Bestandsanalyse vor zwei Jahren losgetreten habe. "Wir haben uns im vergangenen Jahr den Max-Reichpietsch-Ring vorgenommen und die Fassaden und das Umfeld aufgewertet, um die Wohnqualität unserer Mieter dort zu verbessern", berichtet Mathias Wegner-Repke. So wurden Eingänge und Wege barriereärmer gestaltet, Feuerwehrzufahrten wieder hergestellt, Abstellmöglichkeiten für Rollatoren und Fahrräder geschaffen. Über schönere Fassaden können sich auch die Mieter in der Straße des Friedens freuen. Weil die Häuser neue Dächer bekamen, nutzte die SWG gleich die Gerüste, um die Fassaden zu überarbeiten.
Die SWG will aber das gesamte Gebiet hinter dem Wohn- und Geschäftshaus Blau-Weiß aufwerten. So werden sich auch Mieter in der Scharnhorst- und Heinrich-Dorrenbach-Straße über erneuerte Fassaden, barrierefreie Zugänge und ein schöneres Umfeld freuen können. Die Feuerwehr soll im Fall der Fälle ohne Probleme alle wichtigen Stellen erreichen können. Auch deshalb musste zu starker Bewuchs entfernt werden. Im neuen Jahr will die Strausberger Wohnungsbaugesellschaft in der Paul-Singer-Straße 40 neue Stellplätze errichten und damit auch die Parkplatznot am Bahnhof in der Vorstadt mildern.
Und dann soll in diesem Quartier noch der Spielplatz erneuert werden. "Nachdem wir den Bolzplatz an der Hohensteiner Chaussee gebaut haben, sind alle 53 Spielplätze auf den Grundstücken unserer Gesellschaft überprüft worden, die fassen wir alle in diesem Jahr an", blickt der Geschäftsführer voraus. Da geht es um Summen wie 100 Euro für den Austausch des Spielsandes oder 15 000 Euro für eine grundlegende Erneuerung.
Die Bestandsmieter will die SWG auch in den nächsten Jahren nicht vernachlässigen: "Da gibt es noch Blöcke mit unregulierbaren Ein-Rohr-Heizungen, Wärmebrücken in den Fassaden, ungedämmten Steigrohren oder unmodernen Bädern. Auch verfügen nicht alle Wohnungen über einen Balkon. Da wollen wir im nächsten Jahr Planungsvorlauf schaffen, um 2020 mit einer energetischen Komplettsanierung zu beginnen. Dieses mittelfristige Vorhaben resultiert unter anderem aus einer Analyse der warmen Betriebskosten, die wir im vergangenen Jahr dort vorgenommen haben", berichtet Wegner-Repke. So würden mit einer grundlegenden Investition zunächst in einem Block als Pilotprojekt langfristig die Heizkosten spürbar reduziert. Sollte sich der Weg bewähren, könne man ihn nach und nach fortführen.