Drei Tage lang herrschte in Zinndorf Oktoberfeststimmung. Begonnen hatte die nunmehr 17. Ausgabe des Traditionsfestes bereits am Freitagabend mit einer Disco im Festzelt. Der eigentliche Festtag war dann der Sonnabend. Einmal mehr erwies sich da das Jugendorchester aus dem polnischen Drezdenko als echter Stimmungsmacher. Sowohl bei seinen Konzerten als auch an der Spitze des Festumzugs. An die 50 Wagen zogen dabei durch den Ort, verfolgt und beklatscht von zahlreichen Bewohnern. Am ende hatten sich unüberhörbar verschiedene Feuerwehren eingefunden, darunter auch aus umliegenden Orten wie Garzau und Grünheide. Im Angebot waren beispielsweise Textilien zu Discountpreisen, Bücher, Spielzeug, jede Menge Süßigkeiten, aber natürlich auch Herzhaftes. Die Countrytanzgruppe, das Gesangsduo Midi und die Clowns Pipo & Pipolina waren einige der Programmpunkte, abends war dann Tanz im Festzelt angesagt. Zum Abschluss des Festes waren die Zinndorfer am Sonntag zum musikalischen Frühschoppen eingeladen.
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Fast 300 Gäste feierten am späten Sonnabend bei Haxen, urigem Brotzeitteller und der Maß Bier in der Europazentrale des Modeunternehmens Clinton im Gewerbepark Hoppegarten Oktoberfest. "Die kostenlosen Plätze gingen über Voranmeldungen weg. Tagesbesucher hatten heute leider keine Chance", sagte Eventmanagerin Stefanie Lassak. "Wir möchten der Region eine coole Event-Location bieten", fügte sie hinzu. So bekamen zünftig gekleidete Gäste Freibier. "Hoffentlich wird das hier noch öfter genutzt, dann muss man nicht extra nach Berlin reinfahren", sagte der Neuenhagener Roy Walter. Bei Live-Musik feierten die Gäste bis in die Nacht hinein.
Am Vortag feierten Kinder aus der Region bei Clinton ihr ganz persönliches Oktoberfest. Lebkuchenherzen selbst gestalten und Seppelhüte basteln waren dabei die Renner. "Bereits am 24. Oktober ist wieder ein Kinderspecial mit Basteleien rund um Kürbis, und am 30. Oktober ist eine Halloweenparty geplant. Bei jeweils freiem Eintritt", wie Stefanie Lassak erklärt.
Die kleinen Besucher waren am Wochenende bei Erntedankfesten auch auf den Kinderbauernhöfen Roter Hof in Strausberg am Sonnabend und Mümmelmann in Petershagen am Sonntag unterwegs. Für Familie Köhler mit den Kindern Lisa (fünf Jahre) und Paul (sieben) war es nur ein kurzer Weg, schließlich wohnen die vier unweit des Roten Hofs, den sie gerne besuchen. Fred Heiser war mit seinem Enkel erstmals dort und will wiederkommen. Vielleicht zum Schlachtefest am 17. Oktober, überlegte der Eggersdorfer. Dass zwei der vier Ferkel dann als Wurst verarbeitet verkauft werden, werde er "bei allem Verständnis" seinem fünfjährigen Enkel aber vielleicht doch nicht erzählen, sagt er.