30 liebevoll geschmückte Gefährte vom Rasentraktor über das Senioren-E-Mobil bis zum Lanz Bulldog oder Deutz mit Anhänger voller winkender Passagiere nahmen zum Beispiel am traditionellen Traktorenumzug durchs Dorf teil. Er begann in diesem Jahr wieder um 13 Uhr, nachdem man 2015 einen früheren Start versucht hatte. Dies habe vor allem Familien mit Kindern ferngehalten, erklärte Andreas Hauptmann. Der Ortsvorsteher ist auch Vorsitzender vom Bürgerverein, der mit Feuerwehr und den Freunden alter Landtechnik die Fäden zieht.
Eine ganze Reihe der rund 15 Landtechnik-Freunde um Andreas Thürling hatte bereits am Morgen am Schaupflügen teilgenommen. "Die Jungs waren richtig heiß. Die hätten am liebsten gleich noch auf dem Nachbarfeld weitergemacht", bescheinigten Zuschauer. Und dass zwischenzeitlich eine Zugmaschine ausstieg, bereitete ihnen nur wenig Kopfzerbrechen. Zum Umzug rollte sie wieder. "Dieselfilter verstopft. Kann passieren, wenn sie eine Weile richtig unter Last laufen wie beim Pflügen", erklärte Thürling. Im nächsten Jahr werde es das Pflügen in Garzin nicht geben, da wolle die Truppe in Rehfelde teilnehmen, kündigte der 25-Jährige an. In zwei Jahren stehe dann der eigene Ort wieder auf dem Plan. Vielleicht aber zu einem gesonderten Termin.
Neben alter Technik wie den Traktoren - übrigens auch aus Rehfelde, Rehfelde-Dorf, Garzau, Zinndorf und Hohenstein - oder dem Dreschkasten von René Schmidt gab es ganz neue zu sehen: Zum Jubiläumsfest, dem zehnten auf dem Platz an der Feuerwehr nach zuvor vielen Jahren am Strand am Langen See, hatten die Gastgeber die Freiwillige Feuerwehr Müncheberg mit ihrem Skylift gewinnen können. So gibt es nun auch das eine oder andere Foto vom Umzug von oben.
Geboten wurden beim Herbstfest überdies Blasmusik zu Kaffee und Kuchen, Kinderprogramm, Basteln und eine Tombola. Am frühen Abend zeigten die Linedancer aus Rehfelde Ausschnitte aus ihrem Repertoire. Und schafften es sogar, Zuschauer zum Mitmachen zu bewegen. Jüngere Gäste hatten beim Lampionumzug ihren Spaß. Natürlich es gab es auch zu essen und zu trinken. Unter anderem hatte die Jagdgenossenschaft Wildschwein spendiert.
Über den Tag seien knapp 300 Besucher zusammengekommen, schätzte Hauptmann am Ende ein. "Wir sind zufrieden."