In einem ersten Schritt waren bereits Dach, Dachstuhl und Balken erneuert worden. Noch allerdings ist die äußere Hülle in einem schlechten Zustand, der Turm ohne Dachziegel, wurden Wände und Bestuhlung im Inneren nicht angefasst. Nunmehr wolle die evangelische Kirche einen Fördermittelantrag einreichen. Das soll Anfang 2013 passieren. Voraussetzung ist, dass ein Bauantrag vorliegt. Dazu wiederum müsse in einem ersten Schritt der Sanierungsumfang geklärt werden - mittels einer Planung. Die soll etwa 15 000 Euro kosten, und gut die Hälfte würde die Stadt übernehmen.
Nachfragen gab es im Ausschuss zum Denkmalschutzstatus und zu der Tatsache, ob kommunales Geld in "privates" Eigentum gesteckt werden könne. Wolfgang Winkelmann (UfW) wollte deshalb zunächst eine Vertagung, weil er keine Eilbedürftigkeit sah. Baufachbereichsleiterin Rita Schmidt verwies zum einen auf die "enge Terminkette" für eine Förderung. Zum anderen gebe es im Kreis durchaus Beispiele, dass Kommunen in Vereinshäuser investieren. Dies sei bislang kommunalrechtlich nicht angefochten worden, so ihre Erfahrung.
Die Kirche Ruhlsdorf soll übrigens nicht für kirchliche Zwecke hergerichtet werden, sondern für dörfliche. Vorstellbar wäre eine Nutzung als Informationsstelle am Eingang zum Naturpark, für Veranstaltungen wie Feldstein und Musik, Lesungen, Vorträge und auch Führungen.