Bürgermeisterin Elke Stadeler sprach vor zahlreichen Gästen, darunter viele Kita-Kinder, von einem "schönen Tag, und das nicht nur wegen des sonnigen Wetters". Sie erinnerte daran, dass die Stadt den Bau, der fast 6,2 Millionen Euro kosten wird, gerne finanziert hätte. "Aber wir können nicht alles", setzte sie hinzu, ohne wie bei der Übergabe des Fördermittelbescheides im August an die 20 Millionen Euro für das Großprojekt Grundschule am Wäldchen zu erinnern. Dafür lobt sie "die starken Töchter der Stadt". Eine davon, nämlich die Strausberger Wohnungsbaugesellschaft (SWG), wird die neue Kita gegenüber der Anne-Frank-Oberschule bauen.
Rund 560 000 Euro schießt das Land an Fördermitteln zu. Wie bei der damaligen Übergabe des Bescheids, wollte Bildungsminister Günter Baaske auch zur Grundsteinlegung kommen. Britta Ernst, die nach seinem Rücktritt das Ressort übernahm, hat den Termin aber nicht wahrnehmen können.
SWG-Geschäftsführer Mathias Wegner-Repke ging ausführlich auf den Neubau ein. Einem L-förmigen Zweigeschosser mit Flachdach. Die Wärmeversorgung erfolgt demnach über das Fernwärmenetz der Stadtwerke. Die Kita wird mit Fußbodenheizung und Bad-Heizkörpern in den Garderoben ausgestattet.
Die städtische Kita und die Johanniter werden sich die Nutzung teilen, wobei die abgegrenzten Gebäudeflügel auch Platz für Begegnung bieten. Insgesamt sind 16 Gruppenräume für 249 Kinder geplant. Die Johanniter wollen ihren Bereich von 5.30 bis 20 Uhr geöffnet halten und zudem auch Übernachtungsmöglichkeiten für Kinder anbieten, deren Eltern im Schichtdienst arbeiten.
Auch die Außenanlagen werden alles bieten, was Kinder erfreut. Das fängt beim Bodentrampolin an, geht über die Rollerstrecke und reicht bis zum Saunahaus mit Kneippbecken. Bevor es ans Büfett ging, wurde die traditionelle Kartusche mit einer aktuellen MOZ, Bauzeichnungen und einem gültigen Münzsatz versenkt.
Mit der neuen Einrichtung hält die Stadt an ihrem Konzept fest, die Kita-Situation vor dem Hintergrund des Zuzugs junger Familien zu verbessern. Derzeit werden im Hort Kunterbunt im Anbau an der Vorstadt-Grundschule Plätze für 200 Kinder geschaffen. Komplett saniert worden waren zuvor bereits die Kitas Kinderland (2011) und Spatzennest (2012), nicht zu vergessen der Neubau der Kita am See (2012).
Was mit der bestehenden Kita Zwergenland ganz in der Nähe einmal geschehen wird, ist übrigens noch unklar.