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Plan für Campingplatz am Bötzsee

Gabriele Rataj / 04.02.2014, 07:36 Uhr
Altlandsberg (MOZ) Jetzt steht es fest. In einem Parallelverfahren soll versucht werden, den Altlandsberger Flächennutzungsplan zu ändern und eine verbindliche Bauleitplanung für das Areal des Campingplatzes am Bötzsee aufzustellen. Voraussetzung für diese Schritte ist jedoch ein erfolgreiches Ausgliederungsverfahren, da der Campingplatz in den Landschaftsschutzgebieten "Strausberger und Blumenthaler Wald- und Seengebiet" und "Niederungssystem des Fredersdorfer Mühlenfließes und seiner Vorfluter" liegt.

Außerdem muss die Verwaltung dazu vorab eine Vereinbarung mit dem Verein Campingplatz am Bötzsee abschließen, der die Kosten für all das übernehmen soll - unabhängig von den unterschiedlich kursierenden Summen 12 000 bis 41 000 Euro. Die Beschlussvorlage sieht dazu Teilzahlungen je nach Verfahrensstand vor, die aber im Voraus zu zahlen sind.

Denn erneut wurde in der Stadtverordnetensitzung unterstrichen: Die Chance, dass das Ausgliederungsverfahren aus den beiden Landschaftsschutzgebieten erfolgreich ausgeht, ist gering. Reagiert wurde vor allem auf das unermüdliche Aufbäumen des Vereins gegen den lange angekündigten und am 31. Dezember endenden Pachtvertrag mit der Stadt und das energische Einschalten der Bürgerinitiative "Lebenswerte Altstadt Altlandsberg".

Letztere hat, so BI-Sprecherin Eva-Maria Birghan in der Einwohnerfragestunde, für Mittwoch eine Veranstaltung mit Vertretern von Planungsbüros in der KulturManufaktur anberaumt, wo es ihrerseits Erläuterungen zu Schritten und Kosten geben soll. Ihre Frage lief darauf hinaus, ob es mit Blick auf jene Informationen für die Stadtverordneten nicht besser sei, sich dazu vor einer Entscheidung kundig zu machen. Gegen ein kostengünstigeres Verfahren würde sich die Verwaltung nicht sperren, betonte für den erkrankten Bürgermeister Anja Zöller.

Diesen Abend abzuwarten, beantragte Bianca Heise (Bürgerfraktion), was jedoch fast einhellig abgelehnt wurde. Auch verschiedentlich aufgetauchte Vorschläge nach Vertragsverlängerung wegen evtl. aufschiebender Wirkung neuer Planungen, Pachtstornierung, weiterer Duldung u. Ä. wurden mit Verweis der Verwaltung auf die rechtliche Situation, die das nicht mehr zulasse, abgelehnt.

Zudem merkten mehrere Stadtverordnete an, dass Altlandsberg mit seinen gut 8800 Einwohnern von der Existenz des Campingplatzes wenig habe und der Verein - so die Wahrnehmung - zudem wenig Interesse an dessen öffentlicher Ausweisung. Wenn man einen solchen wolle, dann könne sofort in Verhandlung getreten werden über die Sondernutzungsfläche bei Spitzmühle, machte René Koht auf Möglichkeiten aufmerksam.

Er stellte auch Zahlen in Abrede, dass die Camper im Laufe der Jahre 150 000 Euro an die Stadt gezahlt hätten. 20 Campingstellplätze, 9000 Quadratmeter Fläche und 68 Cent je Quadratmeter, das sei nicht nur weniger, als ein Kleingärtner zahle, sondern würde insgesamt 116 520 Euro seit 1995 bedeuten.

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