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Falkenberger kritisiert zu hohe Holzstapel

Waldspaziergang auf eigene Gefahr

Steffen Göttmann / 15.08.2017, 06:00 Uhr
Falkenberg (MOZ) "Über eine Teileinziehung gemäß Brandenburgischem Straßengesetz kann eine Nutzungseinschränkung von Anliegerstraßen und Waldwegen festgelegt werden", erklärte Landrat Gernot Schmidt (SPD) in seiner Antwort an den Falkenberger Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordneten Knut Koall (BVB/Freie Wähler).

Dieser hatte sich an den Landrat gewandt, weil Holztransporte zunehmend Waldwege und Straßen in Falkenberg beschädigen, die für den Schwerlastverkehr nicht gebaut wurden. Koall wollte wissen, wie wie derartigen Transporte verhindert werden können und ob auf Anliegerstraßen eine Teileinziehung beispielsweise durch eine Tonnagebegrenzung möglich sei.

Der Landrat wies daraufhin, dass der betreffende Straßenbaulastträger, in diesem Fall die Gemeinde Falkenberg, ein Verwaltungsverfahren in Gang setzen müsse. Sie müsse zwischen öffentlichen und privaten Interessen der Eigentümer der anliegenden Grundstücke abwägen. "Diese Verwaltungsverfahren unterliegen einer gerichtlichen Überprüfbarkeit", warnte der Landrat.

Ferner kritisierte Koall, die seiner Auffassung nach zu hoch gestapelten Stämme nach Holzenschlägen im Wald um Falkenberg. "Das Betreten des Waldes geschieht auf eigene Gefahr", klärte Landrat Schmidt auf und berief sich dabei auf die Forstbehörde. Flächen und Wege, auf denen Holz gefällt, aufgearbeitet, gerückt oder gelagert wird, dürften "ohne besondere Befugnis nicht betreten werden". Um Konflikte zwischen Erholungssuchenden und Waldbesitzern zu minimieren, empfiehlt Gernot Schmidt "den Vertretern des Allgemeinwohls" den engen Kontakt mit dem Waldbesitzer. Nur so sei gegenseitige Rücksicht zu erreichen. Dennoch werde es nicht vermeidbar sein, dass Holzeinschlag die Erholung im Wald beeinträchtigt, erklärte der Landrat.

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