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Gäste überraschen bei Hertha 03

Es war mehr drin: Strausbergs Trainer Christof Reimann machte nach dem Spiel lautstark seinem Ärger Luft.
Es war mehr drin: Strausbergs Trainer Christof Reimann machte nach dem Spiel lautstark seinem Ärger Luft. © Foto: Edgar Nemschok
Edgar Nemschok / 07.08.2016, 22:01 Uhr
Berlin (MOZ) Der Auftakt in die neue Fußballsaison ist für den FC Strausberg geglückt. Beim Favoriten und einem der vermeintlichen Top-Teams der Oberliga Nord, Hertha 03 Zehlendorf, gelang ein beachtliches 1:1. Es war sogar mehr drin für die Strausberger.

Die Strausberg liefen mit blütenweißer Spielkleidung auf, auf der nun in der neuen Saison auch die Spielernamen aufgedruckt sind.

Etwas überraschend war kurz nach dem Schlusspfiff im Mannschaftskreis dann doch der sehr emotionale Ausbruch von Trainer Christof Reimann. Er schimpfte lautstark mit seinen Männern und monierte das mangelhafte Ausnutzen der Chancen und vor allem, dass die Konter nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. Was war passiert?

Vor allem über die Szene in der 74. Minute musste man sich in den Reihen des FC Strausberg richtig ärgern. Bis zum Strafraum der Berliner hatten sie alles richtig gemacht und dann hätte der ansonsten gut spielende Pavel Cierech einfach ein wenig Übersicht haben müssen. Er vertändelte und der Torerfolg blieb aus.

Zwei Minuten später fiel mit dem 1:0 das erste Tor in der neuen Oberliga-Saison. Es schoss der Strausberger Martin Kempter, der nach einer schönen Flanke von Tim Bolte gegen die Laufrichtung von Torhüter Nico Hinz einköpfte. Es war zugleich sein erstes Pflichtspieltor für den FCS.

Vier Minuten vor dem Ende der Partie waren die Berliner, die eine bessere zweite Halbzeit hinlegten, ebenfalls per Kopf erfolgreich. Mike Ryberg war einen Moment frei und ließ Torhüter Niklas Bledow keine Chance.

Der FC Strausberg begann die Partie sehr stark und überraschte die Berliner mit sehr guter Raumaufteilung und einem überaus disziplinierten Stellungsspiel. Und hätte Cierech seine große Gelegenheit in der Anfangsviertelstunde besser genutzt ... Nach einem schönen Pass in die Tiefe war er frei vor Torhüter Hinz und wählte aus vollem Lauf die linke Torecke. Der Ball rollte um Zentimeter am Pfosten vorbei.

Die Berliner wirkten teilweise geschockt und wussten nicht, wie sie gegen ihren Gegner spielen sollten. "Wir haben aus der Not heraus ,immer wieder versucht, mit langen Bällen zu spielen", erklärte unzufrieden Berlins Trainer Markus Schatte.

Bester Strausberger war Adam Wiejkuc, der seine Abwehr gegen die hochgelobte Berliner Offensive sehr gut koordinierte. Hertha hatte nach dem Seitenwechsel eine ganz starke Phase, die der FCS mit Glück überstand. Torhüter Niklas Bledow konnte kurz nach Wiederanpfiff gegen Faton Ademi großartig reagieren. Zuvor hatte Carl Hopprich für die Berliner eine ganz dicke Gelegenheit. Auch hier war Bledow auf dem Posten.

In der Schlussphase wurde es dann noch mal richtig hektisch und teilweise ging es auch recht rüde zur Sache. Schiedsrichter Jan Scheller verteilte insgesamt acht (jeweils vier) Gelbe Karten.

Was bleibt von diesem Spiel? Der FC Strausberg stellt sich im Vergleich zur Rückrunde der vergangenen Saison ganz anders vor. Die Mannschaft spielt mit einem klaren System, das in der Abwehr beginnt und mit guten Ideen über das Mittelfeld geführt wird. Sicherlich bleibt im Angriff noch Potenzial. Die Mannschaft hat in Berlin einen Punkt gewonnen und niemand hätte hinterher gesagt, ein Sieg wäre unverdient gewesen. Christof Reimann sagte später sogar: "Das 1:1 ist bitter für uns."

Wichtig ist nun der nächste Spieltag, wenn der SV Altlüdersdorf am Sonntag, 14 Uhr, in der Energie-Arena gastiert - ein unbequemer Gegner, gegen den die Strausberger immer schlecht ausgesehen haben.

FC Strausberg: Bledow - Pawlowski (68. Lindner), Wiejkuc, Turek, Ulutürk - Ilausky - Bolte, Neumann, - Rötzscher, Kempter (82. Kucharczyk), Cierech (87. Pilz)

Tore: 0:1 Martin Kempter (76), 1:1 Mike Ryberg (86.) - Zuschauer 204 - Schiedsrichter: Jan Scheller (Greifswald)

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