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Oberligist hat alles im Griff

Hatte einen guten Tag: Dennis Rötzscher am Ball
Hatte einen guten Tag: Dennis Rötzscher am Ball © Foto: Edgar Nemschok
Edgar Nemschok / 04.09.2016, 19:01 Uhr
Waltersdorf (MOZ) Mit 3:1 hat der Fußball-Oberligist FC Strausberg die zweite Hürde im Landespokal übersprungen. Beim RSV Waltersdorf hatte der Favorit auch nur wenig Mühe, die nächste Runde zu erreichen.

Teilweise hatte man das Gefühl, Schiedsrichter Nico Savoly hat ein Freundschaftsspiel zwischen beiden Mannschaften in der Waltersdorfer HDS-Arena angepfiffen. Die Gastgeber spielten sehr vorsichtig - fast schon  ehrfürchtig. Sie ließen die Strausberger agieren und sahen den teilweise sehr feinen Kombinationen regelrecht zu. Das sagte auch Strausbergs Trainer Christof Reimann nach dem Spiel. "Ich habe mich gewundert, dass da nicht mehr Gegenwehr kam."

Den ersten Aufreger gab es nach acht Minuten. Eine verunglückte Rückgabe des Waltersdorfers Robert Weinert brachte seinen Torhüter Maximilian Jaensch in arge Bedrängnis. Der RSV kam selten über die Mittellinie und Strausberg hatte mit Pawel Cierech über rechts einen Aktivposten. Noch stärker war aber die linke Strausberger Angriffsseite. Hier wirbelten Dennis Rötzscher und Martin Kemter abwechselnd.

Völlig verdient, wenn auch ein wenig glücklich für den FCS, fiel das 1:0 nach 16 Minuten. Nach einem Freistoß von Tim Bolte von der Strafraumgrenze flog der Ball wie eine Ping-Pong-Kugel durch den Waltersdofer Strafraum. Kemter stand genau richtig und schoss ein.

Damit ist die Geschichte der ersten Halbzeit auch erzählt, denn der Oberligist hatte die Sache im Griff. Es passierte vor 126 Zuschauern auch nicht mehr viel.

Eine Viertelstunde lang gab es so etwas wie ein Aufflackern des Waltersdorfer Kampfgeistes. Und tatsächlich durften sie den Ausgleich von Marcus Uher bejubeln. Uher stand in der Mitte frei. Das Tor fiel völlig überraschend und trotzdem zog Reimann ein positives Fazit. "Meine Mannschaft hat die Phase, in der Waltersdorf ein wenig stärker wurde, sehr souverän gemeistert. Auch ein Aspekt der uns in der neuen Saison offenbar auszeichnet."

Nach einer Stunde war dann der FCS wieder auf Kurs in die zweite Runde. Das Tor schoss Dennis Rötzscher - und dieser Moment war ganz großer Sport. Tim Bolte hatte Rötzscher mit einem gefühlvollen Pass in den Lauf freigespielt. Rötzscher selbst hatte im Strafraum nur noch Torhüter Jaensch vor sich. Und anstatt in dieser Situation voll draufzuhalten, schickte er den Keeper mit einer Finte in die falsche Richtung und schob den Ball ins rechte untere Eck ein. Ein schöner Konter der Waltersdorfer folgte im Anschluss, doch der Erfolg des FSC war kaum noch gefährdet. Das 3:1 schoss Martin Kemter, der die schöne Vorarbeit von Cierech regelrecht veredelte.

Kurz vor Schluss hatte der eingewechselte Krzysztof Kucharczyk Pech. Sein Ball sprang vom Innenpfosten des Waltersdorfer Tores zurück ins Spielfeld.

"Männer, das war großartig. Dafür gibt es einen trainingsfreien Tag", jubelte Reimann kurz nach dem Spiel. "Wir haben verdient die nächste Runde erreicht. Hoffentlich haben wir dann endlich auch einmal ein Heimspiel", sagte Reimann.

FC Strausberg: Ewest -R olke, Wiejkuc, Turek, Ulutürk - Mertins (65. Habibli), Bolte, Neumann - Rötzscher (82. Hinz), Kemter (76. Kucharczyk), Cierech

Tore: 0:1 Kemter (16.), 1:1 Uher (52.), 1:2 Rötzsdcher (62.), 1:3 Kemter (75.) - Schiedsrichter: Nico Savoly - Zuschauer: 126

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