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Zuckertüte für die Direktorin

Herzliches Willkommen: Adina Krüger mit der Zuckertüte im Kreis des Kollegiums der Linden-Grundschule. Kerstin Husarzwesky begrüßte sie.
Herzliches Willkommen: Adina Krüger mit der Zuckertüte im Kreis des Kollegiums der Linden-Grundschule. Kerstin Husarzwesky begrüßte sie. © Foto: MZV
Wiebke Wollek / 06.09.2016, 06:59 Uhr
Velten (HGA) Eine spannende Woche erleben gerade nicht nur die 59 Erstklässler der Linden-Grundschule, sondern auch deren neue Leiterin Adina Krüger. Für die 34-Jährige ist es das erste Schuljahr in Velten. Zuvor war sie Hennigsdorf tätig.

Schneewittchen und die sieben Zwerge zieren die Zuckertüte für Schulleiterin Adina Krüger. Ausgesucht hat sie Kerstin Husarzewsky, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Velten. Die feierliche Übergabe fand bereits vor der offiziellen Einschulungsfeier im Kreis des Kollegiums statt. Adina Krüger und Kerstin Husarzewsky sind sich zum ersten Mal im zum Bewerbungsverfahren gehörenden Kolloquium begegnet. Dort konnte die Bewerberin Vertreter der Stadt und des Schulamtes davon überzeugen, dass sie die Richtige für die Stelle als Direktorin ist.

"Ich war schon immer ein sehr ehrgeiziger Typ", sagt die 34-Jährige. "Und ich bin Lehrerin mit Leib und Seele." Besonders die Arbeit mit den Jüngsten macht ihr große Freude. "Kinder sind immer ehrlich und authentisch, das finde ich toll", betont Adina Krüger. Vor allem die Aussicht auf mehr Mitbestimmungsrechte im Schulalltag haben sie dazu bewogen, sich nach drei Jahren im Dienst nun als Schulleiterin zu bewerben.

Zuvor arbeitete sie im Anschluss an das Studium an der Theodor-Fontane-Grundschule in Hennigsdorf, an der sie 2013 ihr Referendariat abschloss. Im vergangenen Schuljahr war Adina Krüger dort bereits als kommissarische Konrektorin eingesetzt und ließ sich zur Schulleiterin weiterqualifizieren.

Ihre Wurzeln hat Adina Krüger in der Uckermark. Geboren und aufgewachsen ist sie in Schwedt. Während manch anderer schon in der Kindheit oder Jugend sicher ist, was er werden möchte, entschied sich Adina Krüger erst in der Abiturzeit für den Lehrerberuf. Ausschlaggebend war ein Praktikum, das ihr die Arbeit mit Kindern näher brachte. Ihr Studium der Grundschulpädagogik absolvierte die Schwedterin an der Freien Universität Berlin und entschloss sich, für das Referendariat nach Brandenburg zu gehen. "Ich habe vorab viel Gutes über die Ausbildung in Brandenburg gehört", sagt sie. Vieles habe sich bestätigt.

In der Linden-Grundschule Velten folgt Adina Krüger auf Christiane Schulze, für die einjährige Übergangsphase war Heike Günther kommissarische Schulleiterin. 16 Unterrichtsstunden in Gesellschaftskunde, Sachunterricht und Mathematik unterrichtet die Pädagogin pro Woche. Doch die Leitung der Grundschule mit 348 Kindern bringt noch viele weitere Aufgaben mit sich und macht die Direktorin zur Vermittlerin zwischen Eltern, Kollegen, Schülern und natürlich auch der Stadt Velten als Trägerin der Bildungseinrichtung. "Die Stadt fördert die Öffnung der Schule fürs Gemeinwesen", erklärt Kerstin Husarzewsky. So wird das neue Kommunikationszentrum auf dem Schulhof, das 2017 fertig werden soll, sowohl die Stadtbibliothek als auch neue Unterrichtsräume und einen großen Veranstaltungssaal für die Schule beherbergen. "Der Schulhof erinnert dann ein wenig an den Campus einer Universität", sagt die stellvertretende Bürgermeisterin. Diese Vorstellung gefällt auch Adina Krüger und bestärkte sie in der Entscheidung für Velten. Der herzliche Empfang im Kollegium habe ihr den Start erleichtert. Nun möchte die 34-Jährige die Zusammenarbeit mit anderen Schulen im Ort weiter ausbauen. "Es ist besser, wenn Schulen nicht im eigenen Saft schmoren", betont auch Kerstin Husarzewsky. Dabei denkt sie an das Hedwig-Bollhagen-Gymnasium und die 1. Oberschule Velten, aber auch die anderen Grundschulen. Im Hause Krüger war der vergangene Sonnabend gleich doppelt spannend, denn auch die sechsjährige Tochter feierte ihre Einschulung - allerdings nicht in Velten. Adina Krüger ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in Schönwalde-Glien im Nachbarkreis im Havelland.

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