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Einwohner unterstützen die Aktivitäten der Bürgerinitiative "Neuendorfer Wald" / Nutzung der Kiesgrube als Bauschuttdeponie wird abgelehnt

Kleines Thüringen des Nordens

Urlaubsgrüße 1906: Kleine, beschauliche Häuser, umgeben von großen Gärten - das war immer ein Neuendorfer Aushängeschild.
Urlaubsgrüße 1906: Kleine, beschauliche Häuser, umgeben von großen Gärten - das war immer ein Neuendorfer Aushängeschild. © Foto: MZV
Volkmar Ernst / 04.01.2017, 07:31 Uhr
Neuendorf (OGA) Das idyllische Neuendorf mit seinen Seen und dem Waldgebiet zu erhalten, das hat sich Edith Szezekocki zum Ziel gesetzt. Beim Durchsehen von Unterlagen hat die Ur-Neuendorferin alte Postkarten gefunden. Anhand dieser kann sie belegen, dass die Berliner bereits um das Jahr 1900 gern nach Neuendorf gekommen seien, um sich in der ländlichen Umgebung von der Hektik der Großstadt zu erholen. Ebenso sei der kleine brandenburgsiche Ort zu DDR-Zeiten ein beliebtes Urlaubsziel für Camping-Touristen gewesen, die sich gern an der Großen und Kleinen Plötze erholten. "Es muss doch möglich sein, diese Idylle zu erhalten", fordert Edith Szezekocki und unterstützt damit zugleich die Aktivitäten der Bürgerinitiative "Neuendorfer Wald". Deren Mitstreiter hatten sich im vergangenen Jahr formiert, nachdem bekannt geworden war, dass die Betreiberfirma der Kiesgrube diese weiter nutzen will. Mineralische Abfälle wie Bauschutt will das Unternehmen dort einlagern. Zu viel Verkehr und damit einhergehende Staub- und Lärmbelastungen, begründen Gegener des Vorhabens ihre Ablehnung. Zudem sei nicht geklärt, wie gefährlich der Bauschutt tatsächlich sei und wie dieser kontrolliert werden soll, so die Gegner weiter.Für Edith Szezekocki ist der Fall klar: Sie fordert, dass nach Ende des Kiesabbaus die Gemeinde die Grube zurückerhält, um so die Umwelt zu erhalten. "Wir, die Bürger von Neuendorf sind strikt dagegen, dass unser Wald und die Gewässer entgegen ihrer Funktion missbraucht werden. Seit mehr als hundert Jahren sind wir ein Naherholungsgebiet für Berlin und Brandenburg. Das soll auch so bleiben. Man nannte uns schon das kleine Thüringen des Nordens, weil Neuendorf so schön auf Hügel liegend von Wald und den Seen eingebettet ist", hat Edith Szezekocki in Erfahrung gebracht. "Bewegung an der frischen Luft hat immer gut getan und macht den Kopf frei für positive Gedanken", lädt sie Besucher in die Region ein.

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