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Festival unter Freunden in Friedland

Vor der Bühne auf dem Burghof: Rund 750 Gäste kamen zum diesjährigen Indie-Festival in Friedland.
Vor der Bühne auf dem Burghof: Rund 750 Gäste kamen zum diesjährigen Indie-Festival in Friedland. © Foto: MOZ/Annika Bischof
Annika Bischof / 07.08.2016, 20:12 Uhr - Aktualisiert 09.08.2016, 11:36
Friedland (MOZ) Rund 750 Musikliebhaber tummelten sich am Wochenende beim "jenseitsvonmillionen"-Festival in der Innenstadt von Friedland. Zum neunten Mal fand es statt.

Bewegt steht Sebastian Cleemann alias "Petula" auf der Bühne in der Friedländer Kirche. Das Publikum jubelt ihm zu, er verneigt sich und bedankt sich für die Anerkennung. Der Musiker ist zum fünften Mal beim "jenseitsvonmillionen"-Festival dabei. "Es ist, als spiele man vor seinem eigenen Freundeskreis", beschreibt er die Atmosphäre des kleinen Indie-Festivals, das zum neunten Mal am Wochenende in Friedland stattfand. So empfindet es auch Rowena Schmidt. Sie ist Helferin und Besucherin zugleich und das erste Mal dabei. Begeistert verlässt sie die Kirche mit einer CD von Petula in der Hand und schwärmt: "Es war ein toller Auftritt." Wie sie ist auch Frauke Beyer ganz begeistert. Die Gemütlichkeit und die entspannte Stimmung haben sie überzeugt. "Es ist sehr familiär und die Leute sind so nahbar", findet sie.

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Angetan vom Charme des "jenseitsvonmillionen" sind auch die Musiker auf der Bühne im Burghof. "Wir fühlen uns schon wie zu Hause", sagt Cayne McKenzie, der mit seiner kanadischen Band "We are the City" mit dem Friedländer Konzert seine Europa-Tour abschließt. Ihre Musik kommt beim Publikum so gut an, dass die rund 750Menschen lautstark nach einer Zugabe verlangen. Die drei Männer nehmen das wiederum zum Anlass, ihre Instrumente zu zertrümmern. Die Masse jodelt und "We are the City" verlässt euphorisiert die Bühne.

Internationales Flair wird nicht nur durch die Kanadier verbreitet. Es treten auch zwei polnische Musiker auf. Michal Biela sowie Paula und Karol sind zum ersten Mal in Friedland dabei. "Ich finde es ganz schön und es ist schon etwas Besonderes, in einer Kirche zu spielen", sagt Michal Biela, der bei seinem Auftritt melancholische Gitarrentöne anstimmt.

Für Organisator Josef Lewe ist das 9."jenseitsvonmillionen" ein gelungenes Festival. Zum dritten Mal in Folge ist das Ereignis fast ausverkauft. "Neu in diesem Jahr ist, dass wir eine Live-Übertragung im Internet dank Alex-TV aus Berlin haben", erklärt der 34-Jährige die vielen Kameras auf dem Gelände. Zugleich hat man sich mehr Bands als sonst aus Polen eingeladen. "Es ist fast schon eine Schande, dass trotz der Nähe zum Nachbarland wenig kultureller Austausch besteht", nennt er einen Grund, sich mehr für grenzüberschreitende Kontakte einzusetzen. Für ihn ist es bereits das zwölfte Mal, dass er zusammen mit 15 weiteren Personen an der Organisation mitgewirkt hat. "Wie das im nächsten Jahr gelingt, müssen wir sehen", blickt er zögerlich in die Zukunft. Trotz positiver Resonanz sei es letztlich jedes Jahr ein Kraftakt, für den die Ehrenamtlichen oft den Jahresurlaub opfern.

Ginge es nach Esther Ridder vom Verein "Raise a Smile", für den das Festivalkomitee seit 2012 spendet, um Kindern in Sambia eine schulische Ausbildung zu ermöglichen, dann wäre sie im kommenden Jahr wieder gern dabei. Genau das versprechen auch Rowena Schmidt und Frauke Beyer: "Wir kommen gerne wieder."

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