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Endspurt für die 16. Carisatt- Weihnachtsfeier am Heiligen Abend in der Leipziger Straße.

Gemeinsam statt einsam zum Fest

Fleißig: Heinz Adler (v.l.), Jörg Nadler, Sylvia Kowitz und Gudrun Eibig verpacken Geschenke für die Weihnachtsfeier.
Fleißig: Heinz Adler (v.l.), Jörg Nadler, Sylvia Kowitz und Gudrun Eibig verpacken Geschenke für die Weihnachtsfeier. © Foto: René Matschkowiak
René Matschkowiak / 23.12.2016, 05:34 Uhr - Aktualisiert 23.12.2016, 14:53
Frankfurt (Oder) (MOZ) Seit 16 Jahren ist Weihnachten bei Carisatt in Frankfurt ein Ankerpunkt für jene, die Heiligabend ein besinnliches Fest feiern wollen, es allein aber nicht könnten. Viele Helfer tragen dabei schon Wochen vorher zum Gelingen der festlichen Veranstaltung bei.

Noch herrscht eher Stress als Besinnlichkeit im großen Saal der Caritas an der Leipziger Straße. Viele fleißige Helfer decken die Tische und füllen Geschenketüten. Das geht wie am Fließband. Schoko-Weihnachtsmänner kommen hinein aber auch Gebäck und andere Süßigkeiten. Für die Kinder wird Spielzeug eingepackt. Immer wieder wird Heinz Adler gefragt, was hier noch zu tun ist und dort. Seit Oktober laufen die Vorbereitungen, die nun zu Ende gehen.

"Vor 16 Jahren haben wir mit unserem Weihnachtsfest angefangen", so der Sozialarbeiter im Ruhestand. Ein Jahr zuvor wurde der Lebensmittelladen auf dem Gelände ins Leben gerufen. "Den haben wir Carisatt genannt", erinnert er sich. "Kurz danach haben wir dann angefangen, die Menschen zu Weihnachten einzuladen." Weihnachten bei Carisatt war geboren. Im ersten Jahr haben sich 25 Menschen angemeldet - jetzt sind es regelmäßig um die 150.

"Es geht dabei nicht so sehr um Armut", sagt Heinz Adler, "sondern um Einsamkeit". Es kommen alleinstehende Frauen mit Kindern, einsame Rentner aber auch Ehepaare, die am Heiligabend allein wären. Für sie gibt es bei diesem Fest Abwechslung in den Weihnachtstagen. Es werden freilich nicht nur Geschenke verteilt, auch ein umfangreiches Programm haben die Mitstreiter um Heinz Adler und Maria Streichert, die jetzige Chefin der regionalen Carisatt-Läden, organisiert. So spielt ein Posaunenchor und es gibt ein Weihnachtsquiz. Auch der Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt wird mit seiner Familie mitfeiern.

Der große Weihnachtsbaum in der Ecke des Festsaals ist schon geschmückt. Mehrere Meter hoch ist die Tanne. "Eine Frau aus der Wismarer Straße hat uns den Baum zur Verfügung gestellt", sagt Maria Streichert. "Die Feuerwehr hat die sehr ansehnliche Tanne unter viel Mühe in den Saal bugsiert", erklärt sie. "Wir haben die ehemalige Besitzerin des Baums natürlich auch eingeladen und die freut sich schon sehr auf den Abend bei uns", sagt Maria Streichert.

Überhaupt gab es im Vorfeld viel zu tun. So wird der Saal ansonsten als Kleiderkammer genutzt. "Den mussten wir ausräumen", sagt Hertha Sieber. Sie ist eine der freiwilligen Helfer. "Es ist eine Aufgabe, die Spaß macht", erklärt sie ihr Engagement. Am 3. Januar wird der große Saal dann wieder zu dem, was er ansonsten im Jahr ist. "Hier können sich bedürftige Menschen mit Kleidung versorgen", so Hertha Sieber.

"Die ehrenamtlichen Helfer sind eine schöne Gemeinschaft", findet Heinz Adler. "Sie tun für andere viel, aber auch für sich selbst". Ohne finanzielle Hilfe von anderen würde aber auch diese Weihnachtsfeier nicht funktionieren. "Durch die Spenden können wir die Geschenke finanzieren. Den ganzen Kuchen, Brote und Brötchen stellt die Bäckerei Janosch zur Verfügung. Abends gibt es dann Kartoffelsalat mit Bouletten und Würstchen", so Adler. "Danach setzen wir uns mit den ehrenamtlichen Helfern zusammen und gehen in die Christmesse".

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Martin Patzelt Heiligabend Maria Streichert Bugsieren Ankerpunkt

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