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Kreisel überrascht erneut mit seiner Vielseitigkeit, einer Premiere und Ehrungen

10. Frankfurter Kreisel bietet Spannung und Emotionen

Dicht an dicht beim Derny-Rennen: Der spätere Sieger Roger Kluge mit seinem Schrittmacher und mehrfachen Medaillengewinner bei EM-Steherrennen Peter Bäuerlein (vorn) sowie Dennis Vögeding aus Frankfurt (rechts) mit Carsten Straßmann.
Dicht an dicht beim Derny-Rennen: Der spätere Sieger Roger Kluge mit seinem Schrittmacher und mehrfachen Medaillengewinner bei EM-Steherrennen Peter Bäuerlein (vorn) sowie Dennis Vögeding aus Frankfurt (rechts) mit Carsten Straßmann. © Foto: Winfried Mausolf
Kerstin Bechly / 18.12.2017, 05:40 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Spannende Wettbewerbe bei den Deutschen Meisterschaften im Omnium, aktionsreiche Rennen im Rahmen des 10. Frankfurter Kreisels, emotionale Ehrungen - der Frankfurter Radsportclub 90 hat einmal mehr ein zweitägiges Sportereignis auf hohem Niveau geboten.

Ein Zugpferd in der Oderlandhalle waren im Rahmen des 10. Frankfurter Kreisels wahrlich die Derny-Rennen der Junioren und Männer. Vor allem die Elite-Fahrer sorgten am Sonnabend vor rund 800 Zuschauern für Erstaunen und Action. Im Finale fuhren die Favoriten, der Eisenhüttenstädter Roger Kluge und der Berliner Vize-Europameister Theo Reinhardt, erst einmal den anderen sechs Aktiven und deren Schrittmachern hinterher. "Wir sind genauso schnell angefahren, wie im ersten Lauf, die anderen waren plötzlich viel schneller", staunte Kluge noch im Nachhinein. Nach etwa der Hälfte der 40 Runden starteten der 31-Jährige und Reinhardt bei Tempo 70 bis 75 die Verfolgungsfahrt, schoben sich nach vorn, und unter den anfeuernden Pfiffen und Beifall überquerte Kluge vor Reinhardt als Erster die Ziellinie.

Schon als Dritter folgte mit erhobener Faust Dennis Vögeding vom FRC. "Dass es so gut lief, ist erfreulich. Ich bin glücklich, mitgemacht zu haben, um die Vereinsfarben zu präsentieren. Und wann fährt man schon mal gegen die Größen aus dem olympischen Kader", erzählte aufgekratzt der Vize-Landesmeister Straße. "Das war richtig witzig und beeindruckend. Man hat auch gesehen, was es ausmacht, wenn ein Schrittmacher nicht auf den Radsportler achtet", äußerte Zuschauerin Jeannette Holldorf, die mit ihren Sparkassen-Kolleginnen Charline Bergmann und Vivien Thiele beeindruckt war, "von der Vielfältigkeit des Bahnradsports. Das hatte ich nicht erwartet."

Neben der Omnium-DM der Elitefahrer, die Leif Lampater und Charlotte Becker gewannen (Seite 21), und der Junioren (siehe nebenstehenden Beitrag) bot der Frankfurter Kreisel verschiedene Sprintrennen. Hier setzten sich Kristina Vogel vor Pauline Grabosch und Emma Hinze sowie Maximilian Levy vor Maximilian Dörnbach und Robert Förstemann durch - allesamt im Junioren- und Elitebereich seit Jahren Extra-Klasse.

Während in den Pausen Kunstradfahrer aus Rauen und Jochens Jungs musikalisch für Kurzweil sorgten, hatte der FRC 90 am Sonnabend mehrere Ehrungen eingebettet. Inmitten von 30 Nachwuchssportlern wurden Jugendfahrer Roman Duckert und Junior Leon Heinschke für ihre Erfolge geehrt. Gerhard "Eddi" Lauke erlebte einen emotionalen Abschied in den Unruhestand, Anja Schulz und ihr Mann Steffen haben die Prüfung zum UCI-Kommissär bestanden und können damit international eingesetzt werden. Durch die Hände der gebürtigen Eisenhüttenstädterin und ihrer Helferinnen waren an beiden Abenden sämtliche Räder zur technischen Abnahme gegangen. "Die Maße zwischen Tretlager und Sattel sind vorgeschrieben. Und kein Rad darf leichter als 6,8 Kilogramm sein. Wenn doch, geben wir kleine Gewichte zum Aufkleben aus", erklärte die 37-Jährige, die einst an der Sportschule trainierte.

Zum Abschluss der Kreisel-Wettbewerbe erlebten Zuschauer und Aktive mit dem Teamsprint Mix eine Weltpremiere. Hinze, Grabosch und Vogel heimsten tatsächlich den Sieg vor Förstemann, Dörnbach und Levy ein. Die Frauen hatten zwar nur drei statt dreieinhalb Runden zu bewältigen, "aber dass wir gewinnen, war nicht abzusehen. Die Zeit von 48 Sekunden kann man als Bahnrekord zählen lassen", befand lächelnd Kristina Vogel.

Für Jens Kroll fällt der Blick auf zehn Jahre Frankfurter Kreisel mehr als positiv aus. Der Präsident des FRC 90 betont: "Wir haben klein und unbeachtet angefangen. Jetzt ist der Kreisel eine große Veranstaltung geworden und wird unter dem Macher Dan Radtke von vielen unterstützt - von Sponsoren und vor allem den vielen Helfern." Kroll wagt einen großen Blick nach vorn: "In zehn Jahren soll hier die Bude auch mit europäischen Spitzenfahrern rocken." Im Kontakt sei man bereits.

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