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Zwei Traumtore für die Gäste

Sebastian Köhler half in der 1. Mannschaft aus, war bei den zwei Gegentoren aber machtlos. In dieser Szene passierte aber nichts, da auch Jan Becker mit aufpasste.
Sebastian Köhler half in der 1. Mannschaft aus, war bei den zwei Gegentoren aber machtlos. In dieser Szene passierte aber nichts, da auch Jan Becker mit aufpasste. © Foto: MZV
Martin Terstegge / 22.09.2015, 13:47 Uhr
Bad Belzig (MOZ) Am vergangenen Sonntag verpassten die Fußballer des FC Borussia Belzig in der Kreisoberligatabelle, nach der 1:2-Heimpleite gegen den FSV Wachow/Tremmen, den Sprung auf Platz vier.

Ärgerlich war vor allen Dingen, dass die Borussen nicht an einem übermächtigen Gegner gescheitert sind, sondern an eigenen Unzulänglichkeiten. Trainer Carsten Leo hatte eine tief stehende Gäste-Elf erwartet und seine Spieler dementsprechend eingestellt.

Und die Platzherren legten los wie die Feuerwehr. Denny Backsmann prüfte gleich zu Spielbeginn FSV-Torwart Tobias Lindner mit einem Kopfball, der sich auch von seinem 16-Meter-Schuss nicht überraschen ließ. In der 5. Minute lief Christian Hahn perfekt zur Grundlinie durch, passte vor das gegnerische Tor genau zu Sebastian Holzheu, der Lindner genau in die Arme schoss.

Zwei Minuten später brachten die Bad Belzier von links eine Ecke auf den langen Pfosten zu Rick Leppek und dessen Kopfballvorlage drückte Holzheu zur verdienten Führung über die Linie. Für die Gastgeber die optimale Ausgangslage, die Wachower hätten nun eigentlich ihre defensive Grundhaltung aufgeben müssen, um wenigstens den Ausgleich zu erzielen. Die Borussen-Spieler selbst, bräuchten nur konzentriert weiter agieren, Möglichkeiten zu erhöhen, hätten sich von allein ergeben.

Doch je länger die Partie dauerte, desto legerer wurde die Einstellung der Bad Belziger. Unnötig riskante Dinge wurden probiert, Trainer Leo registrierte einen Abfall in der Konzentration. Viele Pässe und Zuspiele fanden nicht ihr Ziel. Dennoch kamen die Platzherren zu weiteren Möglichkeiten, aber auch hier haperte es in der Umsetzung. Zum Beispiel beim langen Pass auf Martin Graul, der danach auf Lindner zulief, doch anstatt ihn auszuspielen, versuchte es Graul mit seinem schwächeren Fuß und der Torwart hielt. Tragisch auch der Auftritt des Torschützen Holzheu. Es war definitiv nicht sein Tag, was er auch versuchte, es ging schief.

Zur zweiten Hälfte stellte Leo sein Team noch offensiver auf, da die Abwehr nahezu beschäftigungslos war. Die Borussen begannen erneut sehr druckvoll, aber auch die Defizite im Abschluss blieben ihnen weiterhin erhalten. Egal wer sich versuchte, Rick Leppek, Hahn, Backsmann oder Graul, entweder rauschte das Leder knapp vorbei oder Keeper Lindner bekam Hand oder Fuß dazwischen.

Sehr unglücklich dann die 64. Minute aus Sicht der Gastgeber. Backsmann wird gefoult, der Schiedsrichter gab Vorteil. Nach zwei Ballkontakten verloren die Kur- und Kreisstädter den Ball, Backsmann blieb immer noch liegen. Die Gäste hatten sich in der Zwischenzeit nach vorn gespielt, der Ball kam zu Sandro Laube und der ließ mit seinem Schuss aus 20 Meter Sebastian Köhler, der den im Urlaub weilenden Christoph Schleiß vertrat, keine Abwehrmöglichkeit. Backsmann musste dann auch ausgewechselt werden.

Danach schalteten sich Jan Becker und Alexander Proske verstärkt in die Offensive mit ein, die Gastgeber wollten sich mit dem einen Punkt nicht zufrieden geben. Es sollte aber noch schlimmer kommen. In der 78. Minute hatte Amir Besirovic die Situation an der Außenbahn geklärt, wurde aber am Arm festgehalten. Der Referee ließ weiterspielen, der Wachower flankte und mit einem Seitfallzieher traf Laube sensationell zum 2:1.

Es folgte ein wahrer Sturmlauf der Borussen, die aber mit dem Glück haderten. Proske traf nur den Posten und auch bei seinem Kopfball fehlte nicht viel. Kurz vor dem Abpfiff drang er über rechts in den Strafraum ein, passte nach innen, doch Holzheu zeigte sich über das Anspiel überrascht und vergab.

Diese Niederlage gehört sicherlich in die Kategorie vermeidbar, doch solche Tage passieren immer wieder, wo im Angriff der Ball nicht über die Linie will.

Am Sonntag (27. September) geht es zum RSV Eintracht II. Das Spiel beim Tabellenführer ist insofern leichter für die Leo-Truppe, da die Teltower mitspielen wollen und nicht nur verteidigen.

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