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Flüchtlingsheim der Caritas öffnet im November

Bernhard Schwiete / 22.09.2016, 06:45 Uhr
Bad Saarow (MOZ) Das Asylbewerberheim in der ehemaligen Bildungsstätte der Caritas in Bad Saarow wird am 1. November eröffnet. Wie viele Flüchtlinge in dem Haus leben werden, ist noch unklar. Das Vorhaben am Fuchsbau in Petersdorf befindet sich unterdessen noch in der Planungsphase.

"Die Vorbereitungen liegen in den letzten Zügen", sagt Thomas Gleißner, Pressesprecher des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin, der als Betreiber fungieren wird. Die andere zuständige Stelle, die Kreisverwaltung in Beeskow, bestätigt dies. "Der Bauablauf ist im Plan", sagt Katja Kaiser, Leiterin des Amtes für Ausländerangelegenheiten und Integration. Die Übergabe nach Abschluss der laufenden Umbauarbeiten sei für 15. Oktober vorgesehen, so Gleißner. Anfang des folgenden Monats sollen dann Flüchtlinge einziehen können in das Haus im Karl-Marx-Damm. Die Caritas unterhielt dort zuvor eine Bildungsstätte, die zuletzt allerdings rote Zahlen schrieb, wie die Betreiberin einräumte.

Das Asylbewerberheim wird über eine Kapazität von 100 Menschen verfügen. Unklar ist aber auch den Verantwortlichen, ob es voll ausgelastet wird. "Das weiß derzeit niemand", sagt Katja Kaiser. Der Landkreis melde seine Kapazität an die Zentrale Ausländerbehörde des Landes in Eisenhüttenstadt, danach erhalte man von dort Zuweisungen.

Der Caritasverband macht unterdessen eine Ankündigung wahr, die er bei einer Einwohnerversammlung in Bad Saarow im Mai getätigt hatte. "Es wird einen Tag der offenen Tür geben", sagt Gleißner. Dieser solle in der letzten Oktoberwoche stattfinden, ein genauer Termin werde noch bekannt gegeben. Das Personal für die Unterkunft sei bereits gefunden, darunter ein Psychologe als Heimleiter und zwei Sozialarbeiter.

In deutlich größeren Dimensionen bewegt sich die geplante Asylbewerberunterkunft in ehemaligen Kasernengebäuden am Fuchsbau bei Petersdorf. 350 Menschen sollen dort in zwei Häusern mittelfristig Platz finden. Die nötigen Umbauarbeiten befänden sich derzeit in der Genehmigungsphase, sagt Katja Kaiser von der Kreisverwaltung. Die "Grobplanung" sehe eine Eröffnung Mitte 2017 vor. Der Kreis mietet die Immobilie vom Bund. Der Betreiber des Heimes steht noch nicht fest.

Ungeachtet der im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Zahlen ankommender Flüchtlinge hält der Kreis die beiden Unterkünfte auf dem Gebiet der Gemeinde Bad Saarow nach wie vor für notwendig. "Es muss auch eine Vorhaltung geben", sagt Katja Kaiser. Nur so könne vermieden werden, bei steigenden Zahlen wieder Notunterkünfte einrichten zu müssen. In der Vergangenheit mussten dazu unter anderem die ehemaligen Odersun-Hallen in Fürstenwalde genutzt werden.

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Flüchtlingsheim Thomas Gleißner Asylbewerberheim Katja Kaiser Fuchsbau

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