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"Als wir 1:2 hinten lagen, hieß es für uns, alles oder nichts"

Fixpunkt im Lindower Spiel: Olé Schwerin war beim Heimsieg über Braunschweig eine Bank.
Fixpunkt im Lindower Spiel: Olé Schwerin war beim Heimsieg über Braunschweig eine Bank. © Foto: MZV/Gunnar Reblin
Gunnar Reblin / 11.10.2016, 08:29 Uhr
Gransee (MZV) Im ersten Heimspiel des SV Lindow-Gransee in der Zweitliga-Saison 2016/2017 hatte er noch gefehlt, im zweiten war Olé Schwerin wieder präsent. Und wie. Der 22-Jährige erhielt vom Trainergespann Eras/Heine den Vorzug vor Kapitän Marcus Steck. Schwerin, den es vor einem Jahr vom VC Dresden zu den Grün-Weißen zog - "Das ist ja die beste Adresse im Berliner Umland", sagt der 1,90-Meter-Athlet - sprach nach dem Tiebreak-Erfolg über den USC Braunschweig mit Sportredakteur Gunnar Reblin über das Auf und Ab im Lindower Spiel.

War dieser Erfolg, der erste in dieser Saison, Balsam auf die zuletzt geschundene Seele?

(lacht) Er tut uns allen sicher gut, so viel steht mal fest. Man startet mit einem angenehmeren Gefühl in die Woche, als es zuletzt der Fall war.

Warum ist die Partie nach dem ersten, so souverän geführten Satz, gekippt?

Eine gute Frage. Volleyball ist ein schneller Sport, da sind Wendungen im Spiel immer möglich. Ich bin aber froh, dass wir gewonnen haben. Und auch, dass es in den Tiebreak ging.

Das müssen Sie erklären.

Zuletzt in Schüttorf haben wir den Tiebreak verloren (14:16, d. Red.), weil wir nicht clever genug waren. Deshalb war ich froh, dass wir diesmal beweisen konnten, dass wir es besser können, einfach so ein Ding ziehen und den Bock umgestoßen haben. Der Sieg war sicherlich hart erarbeitet, vielleicht zu hart (lacht). Aber es hat wieder richtig Spaß gemacht. Und vor allem war die Aggressivität bei allen voll da.

Aber warum erfolgte im zweiten Satz der Einbruch. Ist der Glaube an die eigenen Stärken plötzlich verloren gegangen?

Nein. Aber der Gegner ist einfach stärker geworden. Und im ersten Satz machen wir fünf Punkte per Block, im zweiten gar keinen. Ich würde es nicht Einbruch nennen, sondern Findungsphase. Wir mussten erst wieder alle Energie ins Team stecken und weniger auf den Gegner schauen.

Ganz ehrlich, haben Sie nach dem Satzverlust noch an einen Sieg geglaubt?

Als Sportler glaubt man immer daran, dass man es noch packen kann. Man will ja gewinnen. Als wir 1:2 hinten lagen, hieß es für uns, alles oder nichts. Wir hatten keinen Druck, konnten frei aufspielen. Dass wir den vierten Satz dann noch drehen (10:13-Rückstand) hätte wohl keiner gedacht.

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