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Putins alte Methoden

Dietrich Schröder
Dietrich Schröder © Foto: MOZ/ Sabine Steinbeiß
Dietrich Schröder / 24.10.2012, 19:42 Uhr
(MOZ) Die russische Führung greift immer stärker auf Sowjetmethoden zurück: Wer Kontakte zu Ausländern hat, muss künftig gewärtig sein, deshalb als Spion angezeigt zu werden, der den Interessen des Landes schadet. Das gerade von der Duma beschlossene Gesetz gegen den Hochverrat bietet weite Auslegungsmöglichkeiten in diese Richtung.

Wachsam gegenüber dem Klassen- und Staatsfeind zu sein, dazu wurden die Menschen ja auch im Kommunismus aufgerufen. Und angesichts der Obrigkeitshörigkeit, die vielen Russen eigen ist - weil sie ja wirkliche Demokratie kaum erleben konnten -, dürfte die Angst davor, von Nachbarn denunziert zu werden, wachsen. Dies ist ganz im Sinne von Wladimir Putin, der als einstiger KGB-Offizier mit konspirativen Methoden bestens vertraut ist. Er gibt zudem dem Ausland die Schuld daran, dass sich zumindest in den Großstädten Proteste gegen ihn regen.

Jetzt schlägt der Mann im Kreml zurück, um seine Macht zu festigen. Doch in Zeiten des Internets dürfte selbst in Russland die Repression nicht mehr so funktionieren wie einst. Dietrich Schröder

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Frank 25.10.2012 - 16:58:16

peinlicher Artikel

in einem Land, wo die mediale Schmutzkampagne gegen Sarrazin stattfand, wo Politik, Sportfunktionäre, Kirchen und Medien gemeinsam die Karriere einer harmlose Ruderin zerstüren wollten - in einem solchen Land sollte man sich über Potin und Lukaschenko besser nicht ereifern.

Beutegeier 25.10.2012 - 16:20:25

Und bei uns?

Wer eine andere als dei offizielle Meinung hat, wird als Nazi oder ewig Gestriger beschimpft. Wir sollten vorsichtiger mit unseren Kritiken sein.

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