Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Nur ein Reförmchen

Dominik Wüchner
Dominik Wüchner © Foto: MOZ/Dietmar Horn
Dominik Wüchner / 25.10.2012, 18:23 Uhr - Aktualisiert 25.10.2012, 20:24
(MOZ) Zehn Stufen statt drei. So kurz lässt sich das von der Koalition verabschiedete Modell zusammenfassen, das künftig für mehr Transparenz in Sachen Zweitjobs von Abgeordneten sorgen soll. Auch wenn sich Schwarz-Gelb für diesen Coup kräftig auf die Schulter klopft, bleibt dieser Vorstoß lediglich ein unbefriedigendes Reförmchen.

Denn Politiker sind – anders als es einem mancher Abgeordnete von Union und FDP glauben machen möchte – eben keine „normalen“ Bürger, die durch eine umfassende Offenlegung ihrer Finanzen an den Pranger gestellt werden. Politiker sind gewählte Volksvertreter, die sich freiwillig in die Öffentlichkeit begeben. Entsprechend hat der Wähler ein berechtigtes Interesse daran zu erfahren, von welcher Branche der jeweilige Politiker unter Umständen bezahlt 
wird.

Wie eine für den Bürger zufriedenstellende Lösung aussehen könnte, wird bei einem Blick nach Übersee deutlich. Hier müssen hochrangige Politiker und Beamte seit langen ganz selbstverständlich große Teile ihrer Finanzen offenlegen – ohne dass über allzu gläserne Abgeordnete geunkt wird.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Gerd Kluge 26.10.2012 - 18:51:38

Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen und Volksvertreter...

Wollen Sie einen Teich trocken legen, dürfen Sie die Frösche nicht fragen. Die Volksvertreter sollten ihr Volk vertreten und keine Versicherungen, Banken, Automobilkonzerne usw. Wer neben seiner Tätigkeit als Abgeordneter (der wurde von uns abgeordnet) noch freie Spitzen hat, sollte dahin gehen wo er möchte, aber nicht so tun als ob. Als Arbeitnehmer muss ich jede Minute meiner Nebentätigkeit angeben. Das haben diese Damen und Herren ins Gesetz geschrieben. Es ist ein Skandal dass es kein Gremium über unsere Volksverräter gibt das diesen Skandal ein Ende macht.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG