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Gut gemeint

Günther Marx
Günther Marx © Foto: MOZ
Günther Marx / 20.12.2012, 19:02 Uhr
(MOZ) Die Gleichzeitigkeit eines medizinischen Überangebots in Städten und stadtnahen Regionen und eines Mangels an Ärzten auf dem Land ist ein seit Langem sich verschärfendes Problem. Wenn in den nächsten Jahren dann noch Tausende Fach- und Hausärzte in den Ruhestand gehen, könnten einige Gegenden zu echten Notstandsgebieten werden. Die Frage ist also, wie Angebot und Nachfrage in eine bessere Balance zu bringen sind.

Überlegungen dazu gibt es viele. Und alle offenbaren eine gewisse Hilflosigkeit. Da sind die aktuellen Vorschläge des Gemeinsamen Bundesausschusses keine Ausnahme. Neue Hausarztstellen? Das hört sich gut an. Eine Antwort darauf, warum die 2000 Stellen, die schon heute unbesetzt sind, keine Interessenten finden, ist das aber nicht.

Von ähnlichem Kaliber sind auch die anderen Vorschläge. Gut gemeint und von begrenztem Nutzen. Das Hauptproblem ist eben dies: Der Ärztemangel auf dem Land ist das Spiegelbild mangelnder Perspektiven vor Ort. Da lässt sich vielleicht manches kompensieren, lösen nicht. Wer wagt denn eine berufliche Zukunft in einer Gegend, aus der die Leute wegziehen?

Die Gleichzeitigkeit eines medizinischen Überangebots in Städten und stadtnahen Regionen und eines Mangels an Ärzten auf dem Land ist ein seit langem sich verschärfendes Problem. Wenn in den nächsten Jahren dann noch Tausende Fach- und Hausärzte in den Ruhestand gehen, könnten einige Gegenden zu echten Notstandsgebieten werden. Die Frage ist also, wie Angebot und Nachfrage in eine bessere Balance zu bringen sind.

Überlegungen dazu gibt es viele. Und alle offenbaren eine gewisse Hilflosigkeit. Da sind die aktuellen Vorschläge des Gemeinsamen Bundesausschusses keine Ausnahme. Neue Hausarztstellen? Das hört sich gut an. Eine Antwort darauf, warum die 2000 Stellen, die schon heute unbesetzt sind, keine Interessenten finden, ist das aber nicht.

Von ähnlichem Kaliber sind auch die anderen Vorschläge. Gut gemeint und von begrenztem Nutzen. Das Hauptproblem ist eben dies: Der Ärztemangel auf dem Land ist das Spiegelbild mangelnder Perspektiven vor Ort. Da lässt sich vielleicht manches kompensieren, lösen nicht. Wer wagt denn eine berufliche Zukunft in einer Gegend, aus der die Leute wegziehen. Günther Marx

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Frank Lander 21.12.2012 - 09:14:02

Ärtztemangel, ein Symptom des wirtschaftluichen Niedergangs

Das ist nur ein Problem von vielen die uns in den nächsten Jahren beschäftigen und ausufern werden. In Griechenland eilen hochschwangere Frauen von Krankenhaus zu Krankenhaus weil sie ohne Bezahlung nicht aufgenommen werden. Meinen Sie so etwas wäre in Deutschland undenkbar? Warum? Nur weil Politiker alle Probleme ausmerkeln und die Medien alles totschweigen? Wir leben im gleichen Wirtschaftssystem wie die Griechen und dieses muss regelmäßig kollabieren.

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