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Zypern: Ende der Garantien

Stefan Kegel / 17.03.2013, 21:42 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Was die EU gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds da als Rettungspaket für Zypern ausbaldowert hat, ist ein unkalkulierbares Wagnis. Mehr noch: Es ist Wahnsinn.

Zugegeben, Zypern war als Niedrigsteuerland auch für Anleger jenseits der EU und für Schwarzgeldwäscher interessant - was den Bankensektor extrem aufblähte. Doch zur Lösung bittet die EU nun Menschen für Probleme zur Kasse, die sie gar nicht selbst verursacht haben. Wir erleben die kalte Enteignung von Sparern, kleinen und großen, die auf die EU-weit gesetzlich garantierte Einlagensicherung bis zu 100 000 Euro vertraut haben.

Es war maßgeblich die Zusicherung durch Kanzlerin Merkel und ihren damaligen Finanzminister Steinbrück, dass die Spareinlagen sicher sind, die in der Finanzkrise panische Abhebungen in Deutschland verhindert hat. Diese Gewähr, die auch als Signal für Europa gedacht war, haben kurzsichtige Haushaltswächter nun zerstört. Jede Garantie, die Europa jetzt Sparern geben wird, ist nicht mehr glaubwürdig. Die Lehre, die Griechen oder Spanier daraus ziehen ist klar: Hebt euer Geld ab, so schnell wie möglich.Stefan Kegel

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Frankura 18.03.2013 - 20:53:00

Schulden = Guthaben der Gläubiger

Gespartes Geld erzwingt automatisch eine entsprechende Verschuldung. Das Geld kommt über Kredit in den Kreislauf und das gesparte Geld fehlt dann im Kreislauf und daher können entsprechende Schulden nicht abgebaut werden. Je höher die Einlagen desto höher die Schulden. Und durch den Zinseszins ist die Steigerung der Guthaben/Schulden sozusagen automatisiert. Da meinen die Leute ihr Geld würde für sie arbeiten. Schöne Illusion. Nun stecken wir im Dillema dass uns die Schulden/Guthaben erdrücken. Da führt früher oder später kein Weg daran vorbei die Guthabenberge zu verkleinern um die Schuldenberge zu verkleinern. Allein der Weg ist die Frage: Macht man es kontrolliert, so wie es jetzt in Zypern probiert wird, oder unkontrolliert über einen Krieg z.B. Was wäre Ihnen lieber?

Eurpäer 18.03.2013 - 16:18:37

Der Begriff Plünderung passt besser

Die EU zeigt ihr wahres Gesicht. Eigentumsrechte werden mit Füßen getreten und das Verursacherprinzip missachtet. Pfui Teufel! http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/17/zypern-deal-das-ende-der-euro-zone-ist-gekommen/

Klaus Klein 18.03.2013 - 13:39:48

Einlagensicherung, kein Rechtsanspruck

Wers nicht glaubt: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LG%20Berlin&Datum=15.06.2010&Aktenzeichen=10%20O%20360/09

Klaus Klein 18.03.2013 - 11:59:23

Einlagensicherung

Schauen Sie mal ins Kleingedruckte der sog. Einlagensicherung. Es besteht kein Rechtsanspruch darauf. So viel zu Garantien.

Jens Lehmann 18.03.2013 - 11:20:19

Geld arbeitet nicht

Liebe "Anleger" und liebe "Anlegerinnen", die ungeheuerlichen, nein, die normalen Vorgänge in Zypern sollen Ihnen nur bewusst machen: Geld arbeitet nicht! 6-10 Prozent Verlusst sind nur der Anfang. Wieviel Prozent hatten Sie in der Vergangenheit per Zineszins sozusagen als Buchungsgewinn "erhalten"? Das müsste normalerweise alles drauf gehen, denn wie gesagt: Geld arbeitet nicht! Heben Sie das Geld lieber rechtzeitig von ihrem Bankkonto ab und legen es sich unters Kopfkissen und dann werden Sie tagtäglich beobachten können und vielleicht doch irgendwann verstehen: Geld arbeitet nicht! Herzlichen Glückwunsch zu dieser Erkenntnis!

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