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Entlarvend

Dietrich Schröder
Dietrich Schröder © Foto: MOZ/Sabine Steinbeiß
Dietrich Schröder / 20.05.2013, 18:54 Uhr
(MOZ) Was Ungarns rechtskonservativer Regierungschef Viktor Orban in seinem Lande treibt, ist seit Langem besorgniserregend. Unter seiner Führung wurde die Pressefreiheit so beschnitten, dass Medien für kritische Berichte belangt werden können. Die Regierung maßt sich an, Entscheidungen des Verfassungsgerichts außer Kraft setzen zu können. Und sie steht sogar in dem Ruf, antisemitische und andere extreme Kräfte nicht nur gewähren zu lassen, sondern sie im Stillen zu unterstützen.

Intellektuelle vor allem aus Ungarn selbst erwarten deshalb seit Jahren vom Ausland klare Stellungnahmen. Selbst ein Ausschluss des Landes aus der EU ist denkbar geworden.

Nun hatte die Kanzlerin - von der viele deutlichere Töne erwarteten - eher beschwichtigend erklärt, dass man "nicht gleich die Kavallerie schicken" müsse, um Ungarn auf den richtigen Weg zu bringen.

Die Erinnerung an deutsche Panzer-Truppen im Zweiten Weltkrieg, zu der Orban wegen dieser doch recht harmlosen Worte griff, ist vor allem entlarvend. Und sie dürfte vielleicht einigen die Augen öffnen, die der Meinung sind, dass das alles doch gar nicht so schlimm sei, was im Land der Magyaren passiert.

Schlagwörter

Entlarven Viktor Orban Pressefreiheit Ungarn Verfassungsgericht

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Luwigal 22.05.2013 - 15:18:10

@ ISENHAGEN / "Schwarzer Kanal" ... bin gänzlich unbelastet. ;-)

Während meiner Jugendzeit gab´s den FJS. Der war schwarz, rabenschwarz sogar. Nun, die Situation im heutigen Ungarn mit der des Prager Frühlings zu vergleichen ... Mit Verlaub, das ist starker Tobak. Wenn überhaupt, dann wird Ungarn von innen besetzt, ohne Panzer, ohne Kavallerie.

Isenhagen 22.05.2013 - 11:21:45

@LUWIGAL

man du klingst ja wie unser aller Freund Karl-Eduard von Schnitzler persönlich. Im August 1968 war er im schwarzen Kanal der Meinung,dass man einen Freund der am Abgrund steht und im Begriff ist einen Schritt weiter zugehen, zurückreißen muss, auch wenn ihm dabei ein Knopf von der Jacke springt. Na dann maschiert mal ein in Ungarn........offensichtlich wissen doch viele nicht was sie eigentlich sagen.....

Luwigal 22.05.2013 - 11:11:36

@ ISENHAGEN / Dankbarkeit unter Freunden bedeutet auch,

dass man seinen Freund darauf hinweist, dass das Eis, auf dem er sich bewegt, verdammt dünn ist. ... bevor er einbricht. Freunde läßt man nicht ertrinken. ------------------------------- Dankbarkeit ist manchmal ein Band, oft aber eine Fessel. Johann Wolfgang von Goethe

Luwigal 22.05.2013 - 10:59:13

Es geht doch nicht darum, dass Deutschland Ungarn rüffeln will, ...

vielmehr steht hinter dem, was man von Ungarn erwartet, die Europäische Union. Das es Politiker gibt, die es "wagen", dass sie mit dem Finger auf offene Wunden zeigen, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Wenn sie die Finger eines Tages in offene Wunden stecken müssen, dann sollte der Betroffene sich endlich auch Gedanken darüber machen, warum er derjenige ist und nicht die anderen. Überhaupt, siehe Human Rights Watch ... Ungarn: Rechtsstaat unter Beschuss Link: http://www.hrw.org/de/news/2013/05/16/ungarn-rechtsstaat-unter-beschuss

Frank 21.05.2013 - 21:07:39

Fern jeder Wahrheit

Deutschland ist leider nicht in der Position, sich als Lehrmeister für Ungarn aufzuspielen, der Demokratieabbau hierzulanden ist zu offensichtlich. Herr Schröder sollte aufpassen, dass kein Ungar seinen Artikel liest und dieser sich deswegen totlacht. Dann schicken die ihre Kavallerie mit Gulaschkanonen, eine richtige Armee haben wir sein einem Jahr nicht mehr, um diese dann aufzuhalten.

Luwigal 21.05.2013 - 20:54:20

@ Max / Mit Verlaub, ziemlich wirr, ...

was Sie geschrieben haben. Übrigens, mit der "Caps Lock" - Taste schaltet man von Kleinbuchstaben auf Großbuchstaben um. ... und umgekehrt.

max 21.05.2013 - 11:54:14

ANMAßUNG

AUS DEUTSCHLAND IST DEMUT ANGEZEIGT! vor allem die ostdeutschen haben wohl vergessen,wer den eisernen vorhang 89 geöffnet hat.damit sich die wirtschaftsasylanten gen brd absetzen konnten. europa sollte sich auch zurückhalten,die einzelnen staaten haben genug mit sich selbst zu tun. ungarn aus der EU werfen?selten so gelacht!!!!man braucht doch die ungarn um seine ware abzusetzen. UNGARN LASST EUCH NICHT EINSCHÜCHTERN;OBWOHL DIE MENSCHENRECHTE SIND NICHT VERHANDELBAR.

Isenhagen 21.05.2013 - 07:30:23

ein wenig mehr Dankbarkeit,

gerade aus Ostdeutschland kann man ja wohl in Ungarn erwarten und keine Besserwisserei. Dann lieber mal die Klappe halten. Denn so rühmlich ist die Vergangenheit dieser MOZ ja wohl gerade nicht.

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