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Geplatzter Luftballon

Günther Marx
Günther Marx © Foto: MOZ
Günther Marx / 06.11.2013, 19:53 Uhr
(MOZ) Donnerwetter. Es ist schon erstaunlich, wie zuverlässig Bundesinnenminister Friedrich stets von neuem unter Beweis stellt, welch feine Nase er für heikle Themen hat - und den richtigen Zeitpunkt, diese ins Spiel zu bringen. Die NSA-Affäre ist noch nicht in Ansätzen erledigt, da kommt aus seinem Haus der Vorschlag, die Lkw-Mautdaten auch zur Verbrechensbekämpfung heranzuziehen.

Zugegeben: Der Gedanke, die massenhaft erhobenen Daten zu mehr zu verwenden als nur zur Abrechnung der Mauthöhe, hat etwas Verführerisches. Hätte die Polizei das Datenmaterial abgleichen können, wäre der im Sommer festgenommene Autobahnschütze, der während der Fahrt auf entgegenkommende Lkw schoss, vermutlich sehr viel früher festgenommen worden.

Und sollte es eines Tages eine elektronisch erhobene Pkw-Maut geben, ließe sich - im Falle des Falles - von Millionen Autofahrern ein lückenloses Bewegungsprofil zeichnen. Das ist die Dimension von Friedrichs Überlegung - die gar nicht weit von dem entfernt ist, was die NSA so treibt, nur eben im Inland. Irgendjemandem muss das während der Koalitionsverhandlungen aufgefallen sein. Weshalb dann auch Friedrich schließlich sagte: Nach breiter Diskussion erledigt.

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PIKO 07.11.2013 - 14:21:17

@War mal hier

"Habt ihr echt nichts besseres zu tun, als eure Tastatur hier zu mißbrauchen????" Und was ist das nun von Ihnen ???

PIKO 07.11.2013 - 14:18:58

@Kl.Tr.

Kl.Tr. kenne ich kenne ich nun mal gar nicht Ansonsten äääähhh? hat mir Ihr Kommentar wieder nichts gegeben, Ich habe es schon wieder nicht verstanden!

War mal hier 07.11.2013 - 14:09:01

Sagt mal, merkt ihr nichts????

Wer kümmert sich denn um den "Kommentarscheiß" von den Politkern??? Brauchbare Antwort???? Ich habe keine. Und das Geschreibsel hier bei der ONLINE-MOZ, wird doch auch noch aussortiert, damit die MOZ ja nicht irgend jemanden "als Vertretung" auf die Füße tritt. Was in den dann gedruckten "Leserbriefen" erscheint, wurde doch auch wieder erst mal durch einen "Weichspülgang" deaktiviert. Habt ihr echt nichts besseres zu tun, als eure Tastatur hier zu mißbrauchen????

Luwigal 07.11.2013 - 13:53:50

@ PIKO > Eben, genau deswegen, einfach viel zu dreist

... und ich grüble immer noch, was hat/te er wirklich vor? Ich mag´s nicht glauben, dass er einfach nur zu tollpatschig ist. Es wirken zu viele Geister mit bis offen über etwas gesprochen wird.

PIKO 07.11.2013 - 13:22:48

Richtige Ansicht v. Paul Wust

In einer Sendung von Antenne Brandenburg äußerte gestern ein Moderator den Richtigen Satz (sinngemäß): Wie kann der Innenminister nur so doof! sein, in einer Zeit da überall die Ausspähung verurteilt wird, so eine Forderung zu artikulieren? Man sieht die Doppelzüngigkeit dieser Regierung - unglaublich und frech und dreist ! @Kl.Tr. Was soll uns Ihr Kommentar nun sagen?

luwigal 07.11.2013 - 12:44:59

Na ja, sagen wir´s halt ´mal so ...

Ein Ballon, der platzt, liefert gleichzeitig einen "Hallo-Wach-auf-Effekt". Immerhin, sie bieten Einblick in Denkweisen und Überlegungen. Sind entwichene, manchmal nebulöse Blähungen als Folgen von Brainstorming hinter verschlossenen Türen. Und wie soll´s auch anders sein, Blähungen suchen ihren Druckausgleich. Ob danach "Dicke Luft" herrscht oder nicht ... kann auch auch am Feintuning desjenigen liegen, der sie gezielt unauffällig oder gar gezielt auffällig entweichen läßt. Darum, wer kann, der ziehe seine eigenen Schlüsse aus dem "Fettnäpfchentreten".

kl.tr. 07.11.2013 - 09:55:34

Wir haben doch Ersatz für ihn, den Minister

Sie Herr @Paul Wust, oder wußten Sie das noch nicht??? Ziehen Sie nach Berlin um.

paul wust 07.11.2013 - 07:49:26

Echter Wendehals

Was den Bundesinnenminister veranlasst fast täglich eine neu Sau durchs Dorf zu treiben, kann man nur erahnen. Und so wundert es auch nicht, dass er wie in der NSA Affäre auch bei seinem Maut Vorschlag eine 180 Grad Wende hinlegen muss. Mit diesem feinen Gespür für heikle Themen dürfte er wohl kaum für dieses Ministeramt der richtige Mann sein. Aus dem Rahmen fällt er damit allerdings nicht, denn schaut man sich die Legislaturperiode der letzten schwarz gelben Bundesregierung an, so stolperten so viele Minister wie in keiner Bundesregierung zu vor aus dem Amt.

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