Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Großzügig auf Kosten anderer

Andrè Bochow
Andrè Bochow © Foto: Heinz Köhler
16.01.2014, 19:13 Uhr
(MOZ) Mütter sollen mehr Rente bekommen. Wer wollte dagegen etwas einwenden? Und wer hart gearbeitet hat, darf schon mit 63 in den Ruhestand. Das ist natürlich auch zu begrüßen. Überhaupt ist es schön, wenn die Regierung Senioren das Leben versüßen will. Aber doch nicht mit dem Geld aus der Rentenkasse! Nur um eine Steuererhöhung zu vermeiden, sollen die neuen Wohltaten von den Rentenversicherten bezahlt werden. Das ist eine Unverschämtheit.

In die Rentenkassen zahlen nämlich nicht alle ein. Die meisten Selbstständigen nicht. Die wirklich Reichen nicht. Die Beamten nicht. Und auch nicht die Bundestagsabgeordneten. Unverständlich, dass das so ist. Und nun werden auch noch Extraausgaben erst einmal durch das Aushebeln einer gesetzlich vorgeschriebenen Beitragssenkung finanziert. Später steigen natürlich die Beiträge.

Als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre, wurde auch noch das Recht verdreht. Um an der Beitragssenkung vorbeizukommen, bedurfte es einer Gesetzesänderung. Die war aber nicht so fix zu schaffen. Was machte die große Koalition? Sie erklärte, eine erste Lesung reiche aus, damit das erneuerte Gesetz Gültigkeit bekommt. Das ist dreist.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Luwigal 19.01.2014 - 14:02:02

@ HALLIHGALLI / Traurig ist, dass Sie immer noch nicht begriffen haben,

von Ihnen: nun, wo es um ihre pfründe geht, werden sie zum erhalter des wertesystems. traurig. sie sind sich selbst der nächste. ------------------------- ... um was es eigentlich geht. Sie sind einer von denen, um die man sich mühte, die aber nichtsdestotrotz die Augen nicht öffnen wollten.

Luwigal 19.01.2014 - 13:50:52

Sie fahren auf dem falschen Dampfer ... Wer sagt Ihnen, das ich Beamter bin?

Es geht um unser aller Zukunft, um den Haushalt des Bundes und der Länder und auch darum, dass das dumme Gerede, dass alle Rentenprobleme gelöst wären, wenn man einfach nur die Beamten in die RV kippt, nicht einfach so im Raum stehen bleibt und permanent Gläubige findet. Es hilft keinem, wenn wir uns jeden Tag bewusst selbst etwas vorgaukeln und täuschen. Ja, ich nehme dabei die Beamten in Schutz. Aber nicht deswegen weil ich einer sein könnte, - wieso muss ich hierfür Beamter sein, um das zu begreifen? - sondern weil sie nicht diejenigen sind, die das System so geschaffen haben wie es heute (noch) ist. OK OK, die ehem. ganz hohen Beamten nehme ich dabei heraus, die saßen ja damals am Tisch, als "es" vor langer langer "Zeit" so "verbockt" wurde. Der kleine Beamte jedenfalls, er kann genauso wenig dafür wie Sie oder ich. Es gab sicherlich gute Gründe warum damals das System so eingeführt wurde und es gibt heute sicherlich Gründe, warum man so schnell nichts daran ändern will. Sie zu nennen und zwar so, dass jeder sie versteht, das wäre eigentlich die Aufgabe unserer Regierung. Das macht sie aber nicht, aus guten Gründen. Hört man den Stammtischreden zu, sind es aber insbes. die kleinen Beamten, auf deren Rücken herumgetrampelt wird. Das kann es nicht sein und bietet auch keine Lösung für die immensen Probleme, die noch auf uns zukommen.

hallihgalli 19.01.2014 - 12:58:57

@ludwigal

füe einen beamten, haben sie in vergangenen foren relativ progressiv gepostet. nun, wo es um ihre pfründe geht, werden sie zum erhalter des wertesystems. traurig. sie sind sich selbst der nächste. gutmensch nur ,wenn es nicht ans eigene geht.

Luwigal 19.01.2014 - 12:01:49

@ LUPO / Das Problem ist, dass es keine Rücklagen gibt,

die eine RV in dem Maße, besser, in der Masse erhalten muss, um aus diesem Topf auch die Pensionen übernehmen zu können. Ein weiteres Problem ist, dass Bund und Länder die Verfügungsgewalt des Betrages, der dem AG-Anteil entspricht, er müsste ja schließlich monatlich der RV überwiesen werden, aus ihren Händen geben müssten. M.a.W., nicht Bund und Länder arbeiten und spekulieren mit ihm, sondern die RV. Das werden Bund und Länder nicht machen, insbes. der Bund nicht. Damit verbunden wäre schließlich auch ein gewisser Offenbarungseid! Lieber leben sie von der Hand in den Mund, jährlich neu zu erstellende Haushaltspläne „regeln“ das schon. Ich denke, solange die Umstellung für die Beamten selbst unter dem Strich eine Nullnummer ist, kann ihnen im Prinzip egal sein ob sie nun Rente oder Pension erhalten. Aber, auf einem Gehaltsstreifen gibt es keine Position der einer RV entspricht. Falls er nun auftauchen soll müssen auch die Gehaltsstreifen dahingehend angepasst werden und zwar letztendlich auf „+/- Null“. ... was aber letztendlich bedeutet, dass Bund und Länder dafür gerade stehen müssen. Es wäre schier ein Unding würde man erwarten, dass man das Altersversorgungssystem aller Beamten einfach so umstellt, indem man die Mehrkosten einfach auf die Versorgungsempfänger verlagert. Grund: ein Posten wie der RV-Beitrag war bei den Verhandlungsrunden für die Beamtengehälter der vergangenen Jahrzehnte kein Verhandlungspunkt und plötzlich, von heute auf morgen, soll der RV-Beitrag unterm Strich das Nettoeinkommen reduzieren? Nie und nimmer wird das der Fall sein. Heißt in Klartext, Bund und Länder bleiben auf den Mehrkosten erst einmal sitzen. Noch etwas betreffend KK ... Selbstverständlich meinte ich "artverschiedene" KK. Heißt, ich unterscheide zwischen einer gesetzlichen KV und einer privaten KV. Sorry, aber Ihr Beitrag passt deswegen nicht. Mich wundert zudem, dass Sie zwei grundsätzlich verschiedene Systeme einfach so vermischen ... gesetzliche KV vs priv. KV mit oder ohne Beihilfegesetz RV vs Pensionen ... sind jeweils grundverschiedene Systeme Bspw., zeigen Sie mir einen Fall, dass z.B. die Allianz, priv. KV o.a. priv. KV einer AOK o.a. Geld für deren Versicherte "geschenkt" hat. Ich kenne keinen.

lupo 19.01.2014 - 06:47:59

@ Luwigal

Zitiert: "Haben Sie jemals davon gehoert, dass eine Krankenkasse einer anderen Geld zuschiebt damit die es unter seine Kunden verteilt?" Na aber totsicher. Dabei bedurfte es lediglich einer Gesetzesänderung damit gut betuchte KK im Zuge des Risikostrukturausgleiches den kranken KK das Geld zu schieben müssen. Dazu kam noch, dass KK mit gut verdienenden Beitragszahlern sich bei der Mitgliedschaft Kreti und Pleti öffnen musste. Wo also ist das Problem, dass alle in einen Topf einzahlen? Gesundheits- und Rentensystem wären wesentlich gesünder und gerechter. Aber zur Sicherung seiner Pfründe in der angeblichen "Solidargemeinschaft" will das natürlich niemand.

Luwigal 18.01.2014 - 21:02:00

Wissen Sie, wir beide koennen uns gegenseitig jede Menge Honig um die Nase pinseln

oder Stinkwurz in die Nase stecken, es hilft nichts und den Pleitegeiern ist's egal. Aber, nicht die Hoffnung verlieren, »Mutti wird’s schon richten!«

Wolf 18.01.2014 - 20:20:21

@Luwigal II.

Entschuldigen Sie bitte, meine völlig unangemessene Meinungsäußerung. Gern korrigiere ich hiermit meine Aussage. Sie haben das "System" komplett verstanden und Ihre Lösungsvorschläge, suchen wirklich ihres gleichen!! Mich würde es gar nicht wundern, wenn schon Montag der zuständige Staatssekretär bei ihnen klingelt, um Sie in sein Team zu berufen. Haben Sie schon mal erwogen, unter dem Namen " Tsunami" zu veröffentlichen?! Herzlichst, Wolf

Luwigal 18.01.2014 - 18:10:49

Empfehlung / Machen Sie sich dahingehend schlau wie das System

für die Pensionen funktioniert. - siehe vorhergehende Beiträge - Selbstverständlich sind/wären Posten für die Altersversorgung, dann Rente genannt, für die Beamten ein Gehaltsbestandsteil. Dahingehend müssten natürlich auch die Gehälter angepasst werden. Ich gehe davon aus, dass die Gehälter nach oben angepasst werden. AN- und AG-Anteile für die RV existieren ggw. nicht in der Weise wie sonst üblich. Und ich denke nicht, dass die Staatsbediensteten von heute auf morgen weniger verdienen wollen, nur weil sie plötzlich in einen gemeinsamen RV-Topf wandern sollen. Natürlich würde ein Differenzbetrag in die Gehaltsberechnung einfließen. Plus, Vater Staat müsste seinen AG-Anteil dann auch wirklich zahlen. Ergo wäre die Umstellung für die Beamten selbst wohl eine Nullnummer. Ob die Pension, dann Rente genannt, nun durch eine RV oder die Pension durch den Staat gezahlt wird ... das kann dem Beamten egal sein. Fakt wird wohl sein, dass das, was auf dem Gehaltsstreifen ganz am Ende steht, sich nicht von dem unterscheidet, was zuvor dort stand. Der Status quo wird beibehalten. Wem bringt eine Umstellung überhaupt Vorteile? Gute Frage, nächste Frage. OK, sie bringt dem Beamten ein gewisses Plus an Sicherheit hinsichtlich Pension, dann Rente genannt, weil Vater Staat seinen AG-Anteil nicht mehr für andere Zwecke ausgeben kann, sondern ihn der RV überweisen muss. Aber, der Preis für diese Umstellung wird verdammt hoch sein! Die Haushalte der Länder und insbes. des Bundes landen sicherlich in einer Katastrophe. Erst einmal müssten Bund und Länder die über die vielen Jahre gebildeten aber nicht existierenden Rücklagen für alle Beamten dem RV-Träger überweisen. Jedoch, woher nehmen und nicht stehlen? Grübel grübel … "Etwas" wäre der grosse Gewinner einer Umstellung ... Nennen wir „das Etwas“ Haushaltswahrheit und -klarheit. Der Pensionsbetrug, den Bund und Länder auf dem Rücken des Pensionssystems begehen, er nimmt Gestalt an.

hanilein 18.01.2014 - 17:11:15

@ludwigal

wie zahlen beide systeme, da vater staat seine "staatsdiener2 aus steuergeldern zahlt. beamte drücken nicht einen cent für ihre pension ab. wie politiker.

Luwigal 18.01.2014 - 17:02:17

Und, warum es so ist und nicht so wie der Schreiber des Artikela

es sich vorstellt ... der Grund ist systembedingt. ... und solange es getrennte, also unabhaengige und getrennt finanzierte Systeme gibt, solange wird sich an der Situation an sich nichts aendern. Also von wegen, dass Systemfremde fuer Leistungen eines ihnen fremden Systems aufkommen sollen, Aendern kann sich nur etwas, wenn, so wie der Schreiber des Artikels es sich wohl wuenschen wuerde, alle in einen grossen gemeinsamen Topf wandern. Gruende warum das schwierig ist habe ich ausfuehrlich erwaehnt. ... und ich bin dabei wesentlich weiter gegangen als jemand, der nur kurz hier auftauchte und nicht das Mindeste dazu beigetragen hat, um ueber das Problem an sich noch ueber dessen Loesung zu diskutieren.

Luwigal 18.01.2014 - 16:34:12

@ WOLF / Ueberhaupt wuerde ich gerne in Erfahrung bringen,

warum bei zwei voneinander getrennt existierenden und finanzierten Systemen eines der beiden dem anderen Geld geben soll, damit dieses es unter seinen Kunden verteilen kann, noch dazu ohne Gegenleistung. Wenn das, was vorgeschlagen wurde, umgesetzt wird, wird es in beiden Systemen jeweils selbststaendig und systemintern umgesetzt. Die RV zahlt an seine "Kunden" und Vater Staat, zustaendig fuer die Pensionen, kuemmert sich in gleicher Weise um seine "Kunden". Solange beide Systeme nebeneinander existieren ... Warum soll das anders sein? Haben Sie jemals davon gehoert, dass eine Krankenkasse einer anderen Geld zuschiebt damit die es unter seine Kunden verteilt?

Luwigal 18.01.2014 - 16:13:22

@ WOLF / Wenn dem so ware, ist es aber nicht.

Sie sollten, bevor Sie schreiben, ueber Ihren eigenen Tellerrand gucken! Denken Sie, ich hinterlasse ausfuehrliche Beitraege nur so aus Langeweile? - Noch einmal das Zitat aus dem Artikel - Nur um eine Steuererhöhung zu vermeiden, sollen die neuen Wohltaten von den Rentenversicherten bezahlt werden. Das ist eine Unverschämtheit. In die Rentenkassen zahlen nämlich nicht alle ein. Die meisten Selbstständigen nicht. Die wirklich Reichen nicht. Die Beamten nicht. Und auch nicht die Bundestagsabgeordneten. Unverständlich, dass das so ist. -------------------------- Aussagen wie diese kann man beruhigt Stammtischgequatsche nennen. Sinn des Unsinns, der immer wieder verbeitet wird, ist das sog. Beamtenbashing. ... und das erst recht, wenn das Thema sich um Renten und Pensionen dreht Was der Verfasser um die Ecke (auch) sagen will ist, dass es, seiner Meinung nach eine Gruppe gibt, die sich wie die Maden im Speck auf das Alter vorbeiten und es geniessen. ... und dabei nicht einmal etwas dafuer einzahlen mussen. ---> ? Er zieht dabei in die gleiche Bresche wie so viele Stammtischquatscher, die keinen blassen Schimmer von dem haben, wie das System der Pensionen funktioniert. Daher auch meine ausfuehrliche Erklaerung. ... bevor wieder einmal Leser nach dem Lesen eines Zeitungsartikels in einem Beamtenbashing landen nur weil ihnen jemand Unsinn oder nur die halbe Wahrheit erzaehlt hat.

Wolf 18.01.2014 - 12:45:14

@LUWIGAL

Herzlichen Dank, für die Darstellung der Gesetzeslage. Man könnte auch sagen, Sie haben jedes Wort von Herrn Andrè Bochow gelesen, nur leider rein gar nichts verstanden … Niemand, hat den (normalen) Beamten, irgendetwas vorgeworfen! Manchchmal hilft es ungemein, etwas zurück zutreten und das Auge auf das Ganze (Problem) zurichten. Wolf

Luwigal 18.01.2014 - 11:56:51

Ergänzend zu meinem ersten Beitrag ...

(Die nachfolgende Verfahrensweise kann man sicherlich auch noch für andere Bereiche anwenden.) - siehe erster Beitrag - Was ich geschrieben habe soll nicht bedeuten, dass es schier unmöglich wäre, dass man alle in einen gemeinsamen Topf der Altersversorgung unterbringt. Was nötig ist, ist eine, ich nenne sie ´mal, auch wenn es sich nicht schön anhört, "Altlastregelung". Damit meine ich nicht die Menschen sondern das ggw. System "Pension" an sich. Die "Altlastregelung" entspricht mehr oder weniger einer Übergangsregelung. Übergangsregelung dahingehend, dass man diejenigen nicht benachteiligen darf, für die eine Anpassung an ein neues System nicht mehr möglich ist, z.Bsp. aus Alters- und Dienstaltersgründen. Heißt, wenn man umstellen will, dann sollte man bei den "Neukunden" beginnen, denn sie wissen, was auf sie zukommt und sie können etwaigen zukünftigen und aus ihrer Sicht unangenehmen finanziellen Engpässen im Alter noch entgegen steuern. Für jemand, der in wenigen Jahren Pensionär wird, ist der Zug dahingehend längst abgefahren. Wovor man sich hüten sollte ist, dass man auf die Idee kommt und sie umsetzt, dabei ein weiteres Verwaltungsmonster schafft, weil man alle, also auch die "Altlastfälle" in den gemeinsamen Topf wirft und die Probleme, die dadurch entstehen, durch Ausgleichszahlungen regelt. Kurz ... Für diejenigen, deren Zug längst abgefahren ist, belässt man das Pensionssystem so wie es ist. Gleichzeitig startet man das "neue" Rentensystem "alle in einen Topf" mit denen, die ihr Berufsleben beginnen. Eine der begleitenden Folgen wäre natürlich, dass die Gehälter und deren Berechnung in zwei Gruppen aufgeteilt wird. Gruppe 1: "Altlastfälle", nichts ändert sich Gruppe 2: "Neukunden", deren Gehalt wegen der neuen Situation = gemeinsamer Rententopf, angepasst werden muss Wie auch immer, langfristig erreicht man, dass irgendwann alle in einem Topf sind. ... ohne dass der Staat, verursacht durch eine unüberlegte Hau-Ruck-Aktion, nicht existierende riesige (Pensions-) Rücklagen erste einmal in den gemeinsamen Topf überführen muss. Eine mögliche Zahlungsunfähigkeit des Staates, zumindest enorme Haushaltsengpässe könnte/n dadurch vermieden werden.

Luwigal 17.01.2014 - 17:55:18

Nachtrag & Korrektur

Streiche Noch was, dass das Verfahren hinsichtlich "Vater Staat behält als AG seinen AG-Anteil" und verpulvert ihn für alle möglichen Zwecke ... Das haben die Beamten selbst am allerwenigsten zu verantworten. ------------------------- Setze Betreffend der Verfahrensweise "Vater Staat behält als AG seinen AG-Anteil" und verpulvert ihn für alle möglichen Zwecke ... Das haben die Beamten selbst am allerwenigsten zu verantworten.

Luwigal 17.01.2014 - 10:06:46

Stammtischrunde ?

Zitat: Die Beamten nicht. Und auch nicht die Bundestagsabgeordneten. Unverständlich, dass das so ist. ------------------ Selbst wenn man kein Beamter ist sollte man wissen, wie "das mit der Pension so ist" und warum es so ist. Lohnnebenkosten. Sie umfassen n.a. auch Sozialbeiträge der Arbeitgeber. Zu ihnen gehört auch der gesetzliche Arbeitgeberbeitrag zur Sozialversicherung. Teil davon ist die Rentenversicherung. Der AG zahlt, hierzu ist er gesetzlich verpflichtet, seinen Anteil, der AN auch. Und, dann gibt es die, die die Beiträge erhalten und verwalten. Weder AN noch AG haben bei ihm Zugriff auf eingezahlten Beiträge. Ob diese dann ausreichen, um die Ansprüche zu befriedigen, hängt in erster Linie einmal davon ab, ob die Gelder überhaupt vorhanden sind. Dumm wäre es, wenn sie mittlerweile längst für andere Zwecke "verbraten" wurden, die mit dem Sinn und Zweck einer RV bzw. einer Altersversorgung nichts aber auch gar am Hut haben. Nun, was macht Vater Staat? Er macht genau Letzteres. Erst einmal unterscheidet sich Vater Staat (theoretisch) nicht von einem AG. Heißt, er hat seinen Teil der Altersversorgung zu leisten wie jeder andere AG auch. Nur, er hat für sich eine Sonderregelung gewählt, er kümmert sich für seine Bediensteten selber um die Altersversorgung bzw. um die Pensionen. Soll heißen, anstatt wie jeder AG seiner Pflicht nachzukommen, sprich, seinen AG-Anteil in eine gemeinsame RV einzuzahlen, behält er das Geld für sich. Das bedeutet nun erst einmal nicht, dass sich dies für die Allgemeinheit negativ auswirken muss, Problematisch wird es aber, wenn er diese „Posten“, die z.B. auch für Rücklagen eingesetzt werden sollten, für alles Mögliche verwendet, nur eben nicht für den Zweck, für den sie eigentlich sein sollten. M.a.W., Vater Staat lebt von der Hand in den Mund. Für die Zahlung der ggw. Pensionen grabscht er sich einfach so viel wie er benötigt. Die Gelder, die er eigentlich, wie jeder AG in ein RV-System überführen sollte, existieren nicht und Rücklagen gibt es keine. Nun auf die Pensionäre verbal einzuschlagen und ihnen die Schuld an den bereits existierenden und noch kommenden Problemen der RV zuzuschieben, ist einfach nur dumm und zeigt, dass derjenige keine Ahnung von der Materie hat. Überlegen wir was passieren würde, wenn nun auch die Beamten wie alle anderen AN zusammen in einen RV-Topf sollen. Vater Staat gibt das Management für die Pensionen auf. Dann müsste er die Rücklagen, die er eigentlich hätte bilden sollen, die er aber nicht hat, diesem gemeinsamen Topf übergeben. Was folgen könnte wäre die Zahlungsunfähigkeit des Staates, plus die Straße wetzt die Messer weil nichts mehr geht. Was wäre erst los, wenn der Haushaltsplan schon bereits bei der Erstellung dahingehend angepasst werden soll? Dann müsste Vater Staat natürlich auch den Bereich Gehalts- und Pensionsberechnung und jeweilige -auszahlung komplett umstellen. Das bedeutet auch, dass er schlagartig nicht mehr auf den sonst üblichen AG-Anteil, den er ja für sich selbst behält, zugreifen kann. Schlimmer noch, er müsste ihn dem RV-Topf übergeben. Falls Vater Staat ihn einfach ignoriert hat, als nicht existierend betrachtet hat, dann existiert er plötzlich und muss erst einmal finanziert werden. Er hätte ansonsten ein enormes Loch in der Kasse. Vor allem würden diejenigen ganz dumm aus der Wäsche gucken, die in den Genuss der Gelder kamen, die eigentlich für die Altersversorgung bestimmt wären. Können Sie sich vorstellen, was los wäre? Noch was, dass das Verfahren hinsichtlich "Vater Staat behält als AG seinen AG-Anteil" und verpulvert ihn für alle möglichen Zwecke ... Das haben die Beamten selbst am allerwenigsten zu verantworten. Und, um das zu begreifen, muss man kein Beamter sein.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG