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Altlasten

 Hajo Zenker
Hajo Zenker © Foto: MOZ/Dietmar Horn
Hajo Zenker / 20.01.2014, 20:09 Uhr
(MOZ) Langsam wird klar, warum das Führungsduo Jain/Fitschen beim Amtsantritt einen Kulturwandel in der Deutschen Bank beschwor: Das Institut war offenbar jahrelang ein Hort der Unkultur: "toxische" Wertpapiere, Manipulation des Interbankenzinses, Kirch-Prozess, Umsatzsteuerbetrug, Manipulationen im Devisenhandel. Die Liste der Altlasten ist lang.

Die Führungsspitze ist seit Monaten dabei, die Sünden der Vergangenheit aufzuarbeiten. Wobei anzumerken ist, dass beide Manager Teil der alten Zeit sind. Jain etwa steht für die Immobiliengeschäfte, die der Bank in den USA diverse Klagen und Strafen einbrachten. Immerhin aber scheint das Bemühen echt, umzuschwenken. All das jedoch kostet viel Geld. Wodurch die Bilanz auch 2013 arg in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Zudem kostet die Operation Vergangenheitsbewältigung Renommee. Schließlich ist immer wieder davon die Rede, dass die Bank gezockt, getrickst, getäuscht hat. Vertrauen ist der Anfang von allem - so lautete dagegen einst ihr Werbespruch. Falls man irgendwann einmal wieder eine ähnliche Botschaft unters Volk bringen möchte, muss man den jetzigen Kurs durchhalten. Und darf nicht in alte Muster verfallen.

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