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In der Ukraine droht jetzt sogar ein Bürgerkrieg

Dietrich Schröder
Dietrich Schröder © Foto: MOZ
Dietrich Schröder / 20.01.2014, 20:15 Uhr - Aktualisiert 24.01.2014, 09:12
(MOZ) Die politische Lage im zweitgrößten Flächenstaat Europas wird immer unübersichtlicher und explosiver. Am Agieren von Witali Klitschko, dem im Westen prominentesten Führer der ukrainischen Opposition, lässt sich dies am besten ablesen. Vor kurzem rief er noch in Boxermanier den Präsidenten Janukowitsch zum sofortigen Rücktritt auf, damit der Weg zu Neuwahlen frei würde, bei denen Klitschko selbst siegen wollte. Jetzt wäre der gleiche Klitschko bereits froh, wenn sich Janukowitsch mit der Opposition am runden Tisch treffen würde. Denn die gewalttätigen Ausschreitungen vom Wochenende zeigen, dass sich die Proteste kaum noch beherrschen lassen.

Was man im Westen leicht übersieht, ist jedoch, dass die Opposition in der Ukraine selbst gespalten ist. Einige Vertreter der Svoboda-Bewegung, hinter der sich nationalistische Kräfte aus dem Westen des Landes verbergen, wären ja vielleicht sogar froh, wenn der russlandfreundliche Osten des Landes vom Westen getrennt würde. Doch mit den Svoboda-Führern, die sich durch antisemitische und überhaupt fremdenfeindliche Positionen auszeichnen, ist nicht gerade Staat zu machen.

Auch Julia Timoschenko würde wohl - wenn man sie aus dem Gefängnis entließe - sofort alles tun, um die nächste Präsidentenwahl zu gewinnen. Andererseits wurden die jüngsten Ausschreitungen ja erst durch jene neuen Gesetze provoziert, die die Janukowitsch-treue Parlamentsmehrheit am vergangenen "schwarzen Donnerstag" verabschiedete. Dazu gehören ein eingeschränktes Demonstrationsrecht, Zensur im Internet und die schärfere Kontrolle ausländischer Organisationen, die in der Ukraine vertreten sind - alles Dinge also, die fatal an Russland erinnern.

Gut wäre es, wenn die EU als Vermittler agieren könnte. Aber dazu ist sie selbst viel zu sehr Partei. Denn die Proteste hatten sich ja gerade deshalb entzündet, weil Präsident Janukowitsch das Freihandelsabkommen mit Brüssel nicht unterzeichnete, sondern sich stattdessen in die Arme Moskaus begab. Führende EU-Politiker hatten die Demonstranten in Kiew deshalb zunächst angefeuert. Letztlich können aber nur die Ukrainer selbst einen Kompromiss für ihr Land finden. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Das Wichtigste wäre jetzt, eine Eskalation bis zum Bürgerkrieg zu verhindern.

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Serjoga 24.01.2014 - 08:28:21

@an alle

Ihr Spezis weicht hier langsam vom Thema !!Nicht gut:-(

Luwigal 23.01.2014 - 20:35:21

@ Klaus Treter / Keine Antwort ist auch eine Antwort.

Ergo, ich habe Sie richtig verstanden.

Luwigal 23.01.2014 - 19:57:40

@ Klaus Treter / Ich hätte von Ihnen gerne eine Antwort auf meine Frage

ob ich Sie richtig verstanden habe siehe den Beitrag: 23.01.2014 19:41:20 von LUWIGAL Damit ich endlich weiß ob Sie bluffen oder nicht.

Luwigal 23.01.2014 - 19:49:13

- ROFLMAO - Wenn Sie sehen könnten wie ich mich vor Lachen den Bauch halten muss ... OMG

Ist das alles, was Sie zu bieten haben? Armselig!

Luwigal 23.01.2014 - 19:41:20

Sie wissen schon, dass Sie sich auf einer sehr scharfen Gratwanderung bewegen?

... und schneller abstürzen können als Sie denken. Ihr Zitat: Wenn der Führer das noch erleben würde,was heutzutage an Menschen in Deutschland herumläuft,hätte er sich gewiss diesen Welt-Krieg verkniffen. ........................... Damit wollen Sie sagen, dass Sie sich Drec...hweine a la Gestapo wünschen, die ja leider, das ist wohl Teil Ihres Wehklagens, im und als Folge des Krieges "vergeudet" wurde. Demnach bedauern Sie, dass es diese Mörder nicht mehr gibt, weil Sie hier "aufräumen" würden? Habe ich Sie richtig verstanden? PS: Ich hoffe immer noch, dass Sie Ihr Statement sarkastisch meinten und ich Sie nur falsch interpretiert habe.

Klaus Treter 23.01.2014 - 19:16:08

Das Ziel und sein Vaakuum

Ich schreibe wenigstens mit meinem Klarnamen und beleidige keine anderen Schreiberlinge. Nach dem ,was sie so manchmal von sich geben, haben sie mehrmals als Zieldarstellung einige Volltreffer ohne den aufgesetzten Helm erhalten.

Serjoga 23.01.2014 - 19:04:56

@alle

Na geht doch! I Ja ushe dumal...-:)

Luwigal 23.01.2014 - 18:59:53

@ Klaus Treter / Sagen Sie mal, ist Ihnen ein Stahlhelm auf den Kopf gefallen?

... oder meinten Sie das sarkastisch? Denke wohl eher nicht.

Brandenburger 23.01.2014 - 17:57:29

Würde ähnliches hier passieren,

würde nach unserer aktuellen Gesetzeslage bereits die Bundeswehr als Unterstützertruppe der Staatsgewalt eingreifen. Ein scheinbar durchgenallter Boxprofi macht sich zur Marionette derer, die schon Libyen und jetzt Syrien in der Mangel hatten und haben und unsrer Angela fordert: "Wir erwarten von der ukrainischen Regierung, dass sie die demokratischen Freiheiten sichert" Na prima Frau Merkel, dann machen sie das mal hier vor und Janukowitsch wird sicher folgen.

Serjoga 23.01.2014 - 17:17:04

Kommentare

Halllööööö wo bleiben denn hier die Kommentare?? Will keiner oder traut sich keiner?

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