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Perfide Propaganda

Gunther Hartwig
Gunther Hartwig © Foto: Thomas Trutschel/photothek.net
Gunther Hartwig / 13.08.2014, 09:12 Uhr
(MOZ) Rassismus, ob verschleiert oder unverblümt, hat seit langem Einzug in die virtuelle Welt gehalten. Und die Absender rechtsextremer Botschaften nutzen ebenso geschickt wie perfide die Chancen, die das globale Netz leider auch allen anonymen oder maskierten Propagandisten von Fremdenhass und Gewalt gegen Minderheiten bietet.

Längst unterwandern Neonazis und Konsorten das Social Web, das sich empfänglich zeigt für Ressentiments und Diskriminierung. Allzu leicht wird es der rechten Szene gemacht, wenn einschlägige Videoclips und getarnte Nazi-Symbole gedankenlos weitergeleitet werden. So erreichen Provokationen und Hetze rasch ein Riesenpublikum. Was aber tun gegen die Infiltration von rechts? Hilflos sind Staat und Gesellschaft zwar nicht, doch die Gefahr lässt sich nicht so leicht bannen.

Die Widerstandskraft von Jugendlichen gegen fremdenfeindliche Einflüsterungen muss gefördert werden - durch Information, Aufklärung und Zuwendung. Zugleich ist die Aufmerksamkeit der Eltern und die Urteilsfähigkeit der Pädagogen zu stärken, und die Politik muss einschreiten, wenn Netzbetreiber strafbare Inhalte predigen.

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Feldlager 14.08.2014 - 08:42:11

Gegen Rechts im Web

warum wundert das mich nicht was die Rechten tun? Weil sie es können. Wenn Islamisten Anleitungen zum Bombenbauen ins Netz stellen oder das Töten von andersgläubigen per Video zur Schau stellen, dann kommen mir die Gräueltaten der Deutschen Rechten Szene eher wie ein Kaffeekränzchen vor. Aber wir brauchen ja keine Geheimdienste und was die NSA tut geht viel zu weit. Wie weit werden wir aber gehen müssen? Ein islamistischer Hassprediger der zum Kämpfen nach Syrien ausreißt und zurückkommt und zu Bombenanschlägen in Deutschland aufruft, der hat doch weniger zu befürchten als ein Autofahrer der ein paar Kröten überfährt.

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