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Sandwichkinder haben ältere und jüngere Geschwister / Sie haben es nicht immer leicht im Leben

Mittendrin

Auch noch der Hahn im Korb: Jonas Pohl ist ein Sandwichkind. Er ist 17 Jahre alt und hat eine ältere und eine jüngere Schwester. Henriette (links) ist 25 und Johanna zwölf Jahre alt.Foto: Florian Sturm
Auch noch der Hahn im Korb: Jonas Pohl ist ein Sandwichkind. Er ist 17 Jahre alt und hat eine ältere und eine jüngere Schwester. Henriette (links) ist 25 und Johanna zwölf Jahre alt.Foto: Florian Sturm © Foto: Florian Sturm
Jonas Pohl / 06.09.2015, 21:27 Uhr
Eberswalde (MOZ) Viele Erstgeborene haben es nicht leicht im Leben. Ihre jüngeren Geschwister dürfen oft genauso lange wach bleiben oder bekommen das gleiche Taschengeld wie sie. Aber was ist eigentlich mit den Kinder in der Mitte - den sogenannten Sandwichkindern?

Große Schwester, kleine Schwester und ich mittendrin. Ich bin ein sogenanntes Sandwichkind. Viele Außenstehende denken da erst einmal, dass die Erziehung bestimmt ganz anders abgelaufen ist als bei den anderen beiden. Doch stimmt das wirklich? Wächst man tatsächlich so unterschiedlich auf?

Als Sandwichkind groß zu werden hat Vor- und Nachteile.

Einerseits gibt es die Große, die auch immer ein wenig das Vorbild ist und an der man sich orientieren kann. Dann gibt es noch die Kleine, für die auch schon mal Verantwortung übernommen wird, sei es beim Abholen aus der Schule oder beim Aufpassen, wenn die Eltern abends ausgehen.

Andererseits ist bei drei Geschwistern Konflikt ja fast programmiert. Egal, ob es um das Fernsehprogramm, den Sitzplatz im Auto oder um das letzte Stück Kuchen geht. Wobei solche Auseinandersetzungen auch ihre positive Seite haben: Man lernt, Kompromisse zu machen. Und guckt sich den Film zum Beispiel später einfach im Internet an, statt ein Fass aufzumachen und auf seinem Wunsch zu bestehen.

Allerdings ist nicht immer alles so positiv zu sehen. Als Sandwichkind ist man mit den hohen Erwartungen der Eltern, die sie an einen stellen, oft überfordert. Und der Vergleich mit dem älteren Geschwisterteil lässt meist nicht lange auf sich warten. Hauptsächlich dann, wenn es um Schule und Verantwortungsbewusstsein geht. Da ist es zum Anfang wirklich schwer, etwas dagegenzuhalten. Insbesondere, wenn der Altersunterschied zwischen den Geschwistern sehr groß ist.

Je älter man jedoch wird, desto eher löst man sich auch aus der Rolle des "mittelsten" Kindes heraus. Dafür wird es Zeit, wenn die große Schwester das Haus verlässt, um zu studieren oder der große Bruder mit der Freundin zusammenzieht. Und plötzlich ist man selber das älteste Kind - und für die Kleine nun das Vorbild.

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