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zur elektronischen Patientenakte
Das Ruder herumreißen

Hajo Zenker
Hajo Zenker © Foto: Gerd Markert
Meinung
Hajo Zenker / 24.04.2018, 19:45 Uhr
Berlin (MOZ) Wenn jeder Arzt weiß, was ein anderer Mediziner verordnet, welche Untersuchungen er ausgeführt, welche Impfungen er gegeben hat, dann spart das Zeit, Geld und vor allem nützt es der Gesundheit. Das ist keine neue Erkenntnis. Der Gesetzgeber hat deshalb schon vor Jahren eine elektronische Patienten-akte beschlossen. Starttermin sollte 2006 sein.

Jetzt schreiben wir 2018, die Akte gibt es immer noch nicht und auch die sichere Netzverbindung fehlt noch. Ende 2021 soll es soweit sein, heißt es. Doch die Techniker Krankenkasse wollte so lange nicht mehr warten. Sie startet schon jetzt ihre elektronische Gesundheitsakte. Die unterscheidet sich vor allem dadurch, dass man sie mit seinem Smartphone herumträgt und jederzeit einsehen kann. Bei der Patientenakte soll das nur in einer Ecke der Arztpraxis gehen – ein technisch überholtes Projekt.

Gesundheitsminister Jens Spahn, der ja auf Digitalisierung setzt, sollte das Ruder herumreißen, die Patientenakte abblasen und stattdessen dafür sorgen, dass verschiedene internetbasierte Lösungen wie die der TK zueinander passen. So gingen dann auch die Vorteile der elektronische Akte beim Wechsel der Kasse nicht verloren.

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Jens Spahn Impfung TKK Gesetzgeber

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