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zur Bezahlung der Heilberufe
Gute Idee

Hajo Zenker
Hajo Zenker © Foto: Gerd Markert
Meinung
Hajo Zenker / 05.12.2018, 19:30 Uhr
Berlin Ein Rezept vom Arzt nach einer Operation, nach einem Unfall für die Behandlung beim Physiotherapeuten reicht. Egal, wie viele Anwendungen es letztlich braucht. So stellt sich das Gesundheitsminister Jens Spahn vor. 2020 soll es so weit sein. Wer sich selbst schon mehrmals in übervolle Wartezimmer setzen musste, nur weil er ein Folgerezept für die Krankengymnastik brauchte, wird das zu schätzen wissen. Die Praxen dürften ein klein wenig leerer werden. Der Arzt ist nur einmal involviert. Und kann zudem die Entscheidung, wie genau der Behandlungsplan aussehen soll, getrost dem Therapeuten überlassen. Der hat das schließlich gelernt.

Das macht es nicht nur für Patienten leichter, es wertet auch die Heilberufe auf. Für die man in der Ausbildung Schulgeld zahlen muss. Und man leicht als Berufsanfänger mit 12 000 Euro Schulden dasteht, aber gerade 2000 Euro brutto verdient. Das soll anders werden: Mit dem Wegfall des Schulgelds und besserer Entlohnung.

Natürlich wird man auf die Kostenentwicklung schauen müssen. Ein Modellprojekt in Berlin-Brandenburg aber hat gezeigt: Die Zahl der Anwendungen steigt, die Patientenzufriedenheit ebenso. Eine Kostenexplosion aber ist nicht zu erwarten. Da sieht nach einer guten Gesetzesidee aus.

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