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zum Wahlprogramm der AfD
Zurück in gute alte Zeiten

Ulrich Thiessen
Ulrich Thiessen © Foto: MMH
Ulrich Thiessen / 10.04.2019, 19:16 Uhr - Aktualisiert 10.04.2019, 20:04
Potsdam (MOZ) Die brandenburgische AfD hat ein umfangreiches Wahlprogramm vorgelegt, das im Vergleich zu den Aussagen von 2014 viel detaillierter ist. Es geht weniger um konkrete Versprechen – davon gibt es natürlich jede Menge. Wichtiger scheint es den Autoren zu sein, ein Gefühl auf knapp 60 Seiten zu verkaufen: Die Sehnsucht nach der guten alten Zeit: Damals, als der Lehrer noch eine Respektsperson war, die Städte noch romantisch und das Landleben idyllisch. Ein bisschen Preußen und Breitbandausbau dazu und fertig ist die Zukunft.

Die Gegenwart wird in eher düsteren Farben gezeichnet. Daran sind für die AfD die "Altparteien" schuld, die alles falsch gemacht haben, was falsch zu machen ging – und die vermeintliche Überfremdung durch Migranten. Und dann ist da noch die Sache mit dem Staat. Der soll weniger reglementieren aber mehr schützen, weniger Steuern eintreiben aber mehr Geld für Schulen, Kommunen, Familien und Straßenbau ausgeben. Dass das alles nicht so recht zusammenpasst, stört offenbar nicht. AfD-Politiker haben mehrfach erklärt, dass man sich in diesem Jahr nicht an einer Regierung beteiligen will, schon gar nicht als Juniorpartner. Und ohne Regierungsoption muss man das Wahlprogramm auch nicht umsetzen.

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