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zur Einstellung neuer Förster
Erst nach dem Schaden klug

Dietrich Schröder
Dietrich Schröder © Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Meinung
Dietrich Schröder / 09.07.2019, 19:45 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Davor, dass sich die jahrelangen Stellenstreichungen beim Landesbetrieb Forst irgendwann rächen würden, haben die Experten schon lange gewarnt. Zwar lässt sich nicht direkt beweisen, dass die Waldbrände seit dem vergangenen Jahr weniger schlimm ausgefallen wären, wenn es mehr qualifizierte Förster gegeben hätte.

Aber ungepflegte und noch dazu monokulturell geprägte Wälder sind nun einmal anfälliger als gesunde – egal ob es sich um Schäden durch den Borkenkäfer, den Verbiss junger Pflanzen durch Wild, oder eben auch um die Austrocknung und das damit verbundene Risiko sich rasch ausbreitender Brände handelt. Wie in vielen anderen Angelegenheiten ist die Politik auch in diesem Fall erst aus dem Schaden klug geworden.

Die am Ende des vergangenen Jahres beschlossene Einstellung neuer Förster wird sich freilich erst frühestens im Herbst oder in den kommenden Jahren auswirken. Denn Fachpersonal ist auch in diesem Bereich knapp.

Und bevor dann das Handeln der neuen Förster Früchte trägt, werden weitere Jahre vergehen. Denn ein Baum ist nun einmal sehr viel schneller gefällt oder verbrannt, als es Zeit braucht, in denen er zu stattlicher Größe anwachsen kann.

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