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zum schleppenden Breitbandausbau
Milliarden für nichts

Harriet Stürmer
Harriet Stürmer © Foto: Gerd Markert
Meinung
Harriet Stürmer / 10.07.2019, 19:40 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Es ist ein Trauerspiel: Das milliardenschwere Bundesprogramm für den flächendeckenden Breitbandausbau in Kommunen und Landkreisen kommt einfach nicht in die Gänge.

Fördermittel werden nach wie vor kaum abgerufen. Hintergrund sind offenbar die komplizierten Förderbedingungen. Das Programm ist schlicht und ergreifend schlecht konzipiert. Insbesondere kleinere Gemeinden sind mit den umfangreichen technischen Dokumentationspflichten und den europaweiten Ausschreibungen überfordert.

Hinzu kommt, dass der Breitbandausbau in erster Linie Aufgabe des privaten Telekommunikationsmarktes ist. Und freilich suchen sich die Netzbetreiber häufig die Regionen aus, die für sie am lukrativsten sind – und das sind in der Regel nicht die ländlichen Räume, von denen Brandenburg abseits des Speckgürtels geprägt ist. Und zu guter Letzt fehlt es an manchen Orten an ausführenden Tiefbauunternehmen, sodass die bewilligten Mittel nicht verbaut werden können.

Das ist nicht nur für Schulen bitter, wo es ohne die nötige Infrastruktur nicht gelingt, die Schüler Digital-Kompetenz  zu lehren. Privathaushalte und Gewerbetreibende trifft es ebenso hart. Ein Armutszeugnis für Brandenburg als Standort für ein gutes Leben und Arbeiten.

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Paul Müller 15.07.2019 - 15:09:03

Selbst im „Speckgürtel“ kann mir ...

... die Telekom nur maximale 2,5 MB der verkauften 16er Leitung rüberschieben, naja habe jetzt die 700 Euro Anschlusskosten als Gutschrift verbraucht und kann somit zu DNSDings wechseln ...

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