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zur Suchtprävention in Brandenburg
Bedenklicher Konsum

Harriet Stürmer
Harriet Stürmer © Foto: Gerd Markert
Meinung
Harriet Stürmer / 04.08.2019, 19:15 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) In Brandenburg wenden sich jedes Jahr etwa 10 000 Menschen an eine Beratungsstelle der Suchthilfe.

In den meisten Fällen suchen die Ratsuchenden Hilfe wegen eines Alkoholproblems, das bereits zu massiven gesundheitlichen Schädigungen geführt hat. Denn oftmals sind die Betroffenen schon einige Jahre abhängig, bevor sie Hilfe in Anspruch nehmen. Untersuchungen zeigen, dass in Brandenburg 19 Prozent der Männer und neun Prozent der Frauen einen riskanten Umgang mit Alkohol haben.

Besonders problematisch ist, dass auch Hunderte Kinder in Familien mit suchtkranken Menschen leben. Sie haben freilich ein deutlich höheres Risiko, selbst einmal süchtig zu werden. Hinzu kommt, dass nach wie vor etliche  Babys mit alkoholbedingten Schädigungen zur Welt kommen, weil ihre Mütter während der Schwangerschaft trinken. Nicht wenige der Babys haben schwerwiegende geistige und körperliche Behinderungen.

Hierbei wird deutlich, dass Angebote der Suchthilfe und insbesondere der Suchtprävention sowie funktionierende Netzwerke nicht nur beibehalten, sondern möglichst ausgebaut werden müssen, um Menschen frühzeitig erreichen zu können. Vor allem betroffenen Kindern sollte frühzeitige Unterstützung angeboten werden. Dazu braucht es vor allem Fachkräfte, die für das Thema sensibilisiert werden müssen.

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