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über Begleiter der Schwerlasttransporte
Unterforderte Polizei

Andreas Wendt
Andreas Wendt © Foto: Gerrit Freitag
Meinung
Andreas Wendt / 08.09.2019, 21:35 Uhr
Potsdam. (MOZ) Seit Jahren klagt die Polizei Brandenburgs über eine Art "Zweckentfremdung", wenn sie auf Autobahnen oder Landstraßen Schwerlasttransporte begleitet, während sie von so manchem unbehelligten Autodieb auf der Überholspur ausgelacht wird. Nicht nur auf politischer Ebene wird die Debatte zur quantitativen und qualitativen Ausrichtung der Polizei zum Teil erhitzt geführt, und ein unlängst noch beabsichtigter Stellenabbau bei Polizisten schlug sich unmittelbar auf den Wahlzetteln nieder und wurde prompt korrigiert.

Dass die Zahl der Schwerlasttransporte zunimmt, ist nicht verwunderlich. Wer einmal auf einer Autobahnraststätte das gigantische Ausmaß eines Windradflügels auf einer Lkw-Ladefläche bestaunt hat, weiß, was an Tonnen zu bewegen ist, um einen ganzen Windkraftpark errichten zu können. Dass die Absicherung der Transporte immer öfter von privaten Firmen übernommen wird, ist ein gutes Zeichen und hoffentlich auch dauerhaft so gewollt. Streifenwagen vor und hinter Schwerlasttransporten durch die Gegend rollen zu lassen, mag in Einzelfällen vielleicht gerechtfertigt und für die Kollegen ganz entspannend sein. Die Polizei hat in und mit Brandenburg aber ganz andere Baustellen, wo sie gefordert ist und Präsenz zeigen sollte.

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