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zur mageren Pilzsaison
Gestresste Wälder

Dietrich Schröder
Dietrich Schröder © Foto: Gerrit Freitag
Meinung
Dietrich Schröder / 09.09.2019, 17:15 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Alle, die um diese Jahreszeit gern mit Sammelkorb und Messer durch die Wälder ziehen, haben es längst gemerkt: Wir erleben das zweite schlechte Pilzjahr in Folge.

Wegen der extremen Trockenheit haben es Maronen, Steinpilze und Co. – die übrigens nicht zu den Pflanzen zählen, sondern (weil sie keine Photosynthese betreiben können) zu den eukaryotischen Lebewesen – kaum wachsen.

Freilich ist dies nur ein weiteres Indiz dafür, welchem Stress unsere Wälder ausgesetzt sind: Anfang Juli waren schon die wenigen Blaubeeren vertrocknet, der Wasserspiegel in den Seen hat sich deutlich abgesenkt und außerdem muss man sich vor Ästen in Acht nehmen, die wegen der Trockenheit herunterstürzen.

Hinzu kommen als größte Gefahr die Waldbrände, deren Saison für dieses Jahr jetzt hoffentlich endlich vorbei ist. Aber dafür kündigen sich schon Bruchschäden an, die drohen, wenn es im Herbst zu Stürmen beginnt.

Kurz gesagt: Den Wäldern geht es fast das ganze Jahr über schlecht. Und das ist nicht nur für Pilzsammler eine schlechte Nachricht.

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