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zum Ökosiegel "Grüner Knopf"
Ein erster Schritt

Igor Steinle
Igor Steinle © Foto: Marc Hörger
Meinung
Igor Steinle / 09.09.2019, 19:45 Uhr
Berlin (MOZ) Fairerweise muss man sagen, dass nicht alles schlecht ist am Grünen Knopf. In einem Dschungel aus Logos kann er ein wenig Orientierung schaffen. Denn viele der bisherigen Siegel reichen an seine ökologischen und sozialen Anforderungen nicht heran.

Und dennoch: Weder werden bei der Zertifizierung für das Symbol alle Schritte in der Lieferkette überprüft, noch bedeutet der Knopf, dass den Arbeitern vernünftige Löhne gezahlt wurden. Denn die garantierten Mindestlöhne in den Produktionsländern reichen für eine menschenwürdige Existenz oft nicht aus.

Letztlich kann Müllers Knopf nur ein erster Schritt hin zu mehr  Transparenz sein. Unternehmen sollten offenlegen müssen, wo sie welche Rohstoffe einkaufen und an welchen Standorten sie produzieren – und zwar nicht nur bei Textilien. Die Ausrede, dass das zu kompliziert sei, gilt nicht mehr. Die Digitalisierung hat hier längst Lösungen geschaffen. Mit transparenten Lieferketten könnten Verbraucher nachverfolgen, woher die Produkte kommen und ihre Entscheidung danach ausrichten. In den Entwicklungsländern könnte das echte Fortschritte bewirken.

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