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zu Mindeststandards bei Klinikpersonal
Gesundheitsminister Jens Spahn zieht Grenzen

Hajo Zenker
Hajo Zenker © Foto: Gerd Markert
Meinung
Hajo Zenker / 11.09.2019, 20:56 Uhr
Berlin (NBR) Wer einen Schlaganfall erleidet, muss darauf vertrauen können, dass ihm sehr schnell, sehr professionell geholfen wird.

Dazu gehört, dass in der Klinik genügend qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Wie viel Pflegepersonal es dazu genau braucht, sollten Krankenhäuser und Krankenkassen klären. Geklappt hat das nicht. Die Verhandlungen zur Schlaganfallbehandlung, aber auch zu Neurologie und Herzchirurgie, sind krachend gescheitert. Das hatte es zuvor bereits in vier anderen Bereichen, darunter der Intensivmedizin, gegeben. Weshalb Minister Jens Spahn dort bereits Personaluntergrenzen festgelegt hat. Das wird nun auch für die nächsten drei Bereiche erfolgen. Um Mindeststandards zu sichern.

Spahn hat noch etwas anderes im Blick: Es gibt zu viele Kliniken, von denen zu viele zu wenig können. Die Untergrenzen in der Intensivpflege haben bereits bewirkt, dass ein Drittel der Kliniken die Zahl der Betten reduzieren musste. Mit weiteren Untergrenzen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Kliniken komplett schließen und das frei werdende Personal anderswo die Lage verbessern kann.

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