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zur finanziellen Situation der Bahn
Geduld ist entscheidend

Dorothee Torebko.
Dorothee Torebko. © Foto: Privat
Meinung
Dorothee Torebko / 06.11.2019, 19:42 Uhr
Berlin So gute Zeiten gab es für die Schiene noch nie: Die Bahn wird zum Heilsbringer in Sachen Klimawende stilisiert und bekommt deshalb massive finanzielle Förderung von Seiten der Bundesregierung. Auch den Öffentlichen Nahverkehr stärkt der Bund, wie am Mittwoch beschlossen, mit zusätzlichen Milliardeninvestitionen. Eigentlich könnte die Schiene jetzt richtig durchstarten. Doch so einfach ist das nicht. Geld ist wichtig, Geduld mit dem System ist wichtiger.

Die Probleme mit dem Güterverkehr werden weiter bestehen. Baustellen verschwinden nicht von einem Tag auf den anderen. Im Gegenteil werden es tendenziell immer mehr. Zudem muss die Bahn Abläufe ändern, Personal einstellen und einarbeiten. Das braucht Jahre. Auch werden sich nicht innerhalb weniger Monate plötzlich Tausende Autofahrer zum Öffentlichen Nahverkehr bekehren lassen. Länder und Betriebe müssen Busse und Bahnen bestellen – und sie auch so einsetzen, dass die Bevölkerung auf dem Land etwas davon hat.

Für die Bahn bedeutet dies, dass sie auch weiterhin Schulden aufbauen wird. Denn selbst die derzeitigen Investitionen der Bundesregierung reichen nicht aus, um ein über viele Jahre kaputt gespartes System auf Kurs zu bringen. An sinkende Gewinne muss sie sich deshalb gewöhnen. Das geht so lange gut, wie der Bund für die Schulden aufkommt.

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