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über die Expansion des Verkehrsverbunds
Kein kluger Schachzug

Andreas Wendt.
Andreas Wendt. © Foto: Gerrit Freitag
Meinung
Andreas Wendt / 09.01.2020, 19:43 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Statt knapp 13 Euro zahlt der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) fast 30 Euro je Quadratmeter am neuen Standort am Berliner Ostbahnhof, und die Gesamtmiete steigt von derzeit 32.000 auf über 110.000 Euro.

Seinen neuen und größeren Sitz lässt sich der VBB einiges kosten – zahlen müssen das letztlich die Länder, dessen Instrument der Verkehrsverbund ist, um den Nahverkehr möglichst reibungslos und bedarfsgerecht zu organisieren.

Aber gerade der Nahverkehr ist in aller Munde: Zum Januar hat der VBB die Preise angezogen, obwohl bundesweit darüber diskutiert wird, wie man den ÖPNV attraktiver, auch preislich attraktiver machen kann. Da ist es nicht gerade ein kluger Schachzug, die Pendler mit höheren Entgelten zu verschrecken und noch dazu Unsummen in einen repräsentativen Firmensitz zu investieren.

Die Kritik der Berliner FDP am teuren Umzug ist allemal berechtigt. Und auch der Einwand, sich doch mal in Brandenburg umzusehen, wenn der VBB schon wegen des auslaufenden Mietvertrags eine neue Bleibe finden muss. Brandenburg lockt mit günstigeren Mieten, besserer Luft, und eine solche Entscheidung wäre auch ein verkehrspolitisches Statement. Aber der Zug scheint nun abgefahren.

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